dicker Pott auf den Weg nach Hamburg

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Montag, 14. September 2015

Sommer 2015 Zeeland II



Hallo, da sind wir nochmal. 

Wir sind seit Samstag wieder zuhause und wollen euch noch kurz von unseren beiden letzten Wochen erzählen.

Das Wetter wurde nun doch auch in Zeeland herbstlicher, was nicht heißt, dass es richtig schlecht wurde, aber doch unbeständiger und vor allem gingen die Temperaturen zurück, so dass es vorbei war mit kurzen Hosen und Sandalen. Außerdem hatten wir einige Nächte mit enormen Regenmengen, so heftig, dass die Freifläche auf unserem Campingplatz sich in einen See verwandelte. Tagsüber war es 4-5 Tage lang ziemlich wechselnd, aber es gelang uns immer die sonnigen Stunden zu nutzen und irgendwo auf einer Bank oder in einer windgeschützten Stelle zu sitzen. An einem Tag gab es so allerdings viele Schauer, dass wir uns dauernd irgendwo unterstellen mussten, das war nicht so toll, aber ansonsten waren wir zufrieden. In der letzten Woche wurde es dann auch noch mal richtig schön sonnig, aber wie gesagt, nicht mehr sommerlich warm dabei.

Wir haben jedenfalls noch viele Stunden an dem von uns so geliebten Zeedijk verbracht, wir sind viel gelaufen, meist mit Trekkie und wir haben in Vlissingen eine Sail gesehen. Sie war natürlich nicht zu vergleichen mit der Kieler Woche oder dem Hamburger Hafenfest, aber es war auch in Vlissingen eine Menge los. Das Schönste bei einer Sail ist ja die Einlaufparade, wenn alle teilnehmenden Schiffe mehr oder weniger gleichzeitig einlaufen. Das war auch hier so. Freitagmittag, 12.00 Uhr war es soweit. Mit lautem, gleichzeitigem Hupen der Schiffsirenen liefen um die 50 Segelschiffe (Plattbodenschiffe), Fischkutter und historische Schlepper in diesen Teil des Hafens ein. Hauptattraktion nach dem Einlaufen der Schiffe war das russische Segelschulschiff MIR, welches bereits im Hafen festgemacht hatte. Es ist eines der größten und schnellsten Großsegler und es werden dort Offiziere der Handelsmarine ausgebildet. An diesem maritimen Wochenende war in Vlissingen eine Menge los, das Wetter war super und so hat es uns auch Spaß gemacht, dort rumzulaufen, zu fotografieren und einfach nur zu gucken und zu bummeln.

Ja, das war noch zu erzählen, von unseren letzten beiden Wochen. Wir sind jetzt für einige Wochen zuhause, wollen aber auf jeden Fall noch einmal in diesem Jahr auf Tour gehen. 
Wir melden uns dann wieder bei euch.
Bis dahin, alles Gute und viele Grüße von DuC

Sonntag, 30. August 2015

Sommer 2015 Zeeland



Goedemiddag liebe Leserin, lieber Leser,

wie versprochen, melden wir uns wieder, wenn wir wieder auf Reisen sind. 

Wie ihr schon an den Fotos erkennen könnt, sind wir, immer wieder gerne, nach Zeeland, nach Walcheren gefahren. Und ebenfalls wie schon so oft, geht es uns hier sehr gut. 

Wir sind seit 2 Wochen hier und hoffen, noch weitere 2 bleiben zu können. Wenn das Wetter so gut bleibt, wie es bisher war, steht dem nichts entgegen. 

Unser neues Vorzelt hat sich bisher bewährt, es steht besser, ist besser abzuspannen und macht insgesamt einen solideren Eindruck als jenes, welches wir in Otterndorf hatten und welches uns dann um die Ohren geflogen ist. Auch der Aufbau war kein Problem, da ein netter holländischer Nachbar gar nicht zu bremsen war und uns das Zelt komplett alleine aufbaute! Ich bin mir aber sicher, wir hätten es auch ohne ihn geschafft…

Wir fahren vom Campingplatz aus gerne an den Zeedijk und sitzen dort neben dem Wagen und genießen die Nordsee mit ihrer, hier immer währenden, Brandung. Wenn das Wetter mal nicht so gut ist, dass man gerne draußen sitzen möchte, bleiben wir einfach im Wagen, wahlweise bei offener Tür oder offenem Fenster, je nach Temperatur und Wind und Wetter. 

Auch laufen wir vom Campingplatz aus zu Fuß, mit oder ohne Trekkie, zum Strand. Es ist ein schöner Weg, zunächst über Felder und Wiesen, dann durch ein Wäldchen und schließlich noch über eine Düne und schon ist man da. Ein schöner Spaziergang mit einem tollen Ziel.

Selbstverständlich schauen wir uns auch in der Umgebung um. So fuhren wir schon mehrfach nach Vlissingen, nach Middelburg und nach Veere. Im Sommer sind in vielen Orten regelmäßig Märkte über die wir auch gerne mal bummeln, so u.a. in Veere ein Handwerkermarkt mit Schafscherern, Korbflechtern und vielen Menschen in Trachten und vielen schönen Dingen, die man kaufen kann oder nur anschauen.
Stichwort Sommer. Wir waren ja schon sehr oft hier, aber noch nie im Sommer. Wir sind total begeistert von den vielen Blumen in den Gärten und Vorgärten, ja sogar auf Feldern. Allerorten kann man Gemüse, Kartoffeln oder selbstgemachte Marmelade auf den Höfen kaufen.

An einem Tag hatten wir das Glück bei einer Übung der SAR-Mannschaft der hiesigen Seenotrettung (KNRM) zu sehen zu dürfen. So richtig das volle Programm mit Hubschrauber und Rettung einer im Wasser treibenden Person. Viel Technik, sehr interessant.

So, dies soll für heute erstmal alles sein. Wir werden ja noch weiter berichten. Bis dahin, allen einen schönen Restsommer, tot ziens DuC

Dienstag, 28. Juli 2015

Sommer 2015 Cuxland II.Teil




Hallo liebe Leserin, lieber Leser, ihr habt euch bestimmt schon gewundert, wieso wir uns nicht mehr melden. Dies hatte einen einfachen Grund. Unser Internetzugang. Wir hatten, nachdem wir in den letzten Jahren immer im E-plus-Netz unterwegs waren, welches an der ein oder anderen Stelle ziemlich langsam war, uns dieses Jahr für einen Internetstick im D1-Netz entschieden und sind ziemlich enttäuscht worden. Nach einer Woche war das Datenvolumen der angeblichen „flatrate“ aufgebraucht und wir surften in „normaler Geschwindigkeit“. Diese war nun so langsam, dass selbst unser allererstes Dampfmodem noch ein Turbo gegen dieses Ding war. Also leider rausgeschmissenes Geld. Aber was will man machen. Und weiteres Datenvolumen einkaufen, konnte ich nun auch nicht einsehen, ich wollte denen nicht noch mehr Geld hinterherwerfen. …..

So, nun aber zu unserer Zeit in Otterndorf. Um es kurz zu machen, es war großartig. Wir waren jeden Tag draußen, mal bei uns am Strand, oft in Cuxhaven an der alten Liebe und den verschiedenen Stränden Grimmershörn, Duhnen, Döse oder Sahlenburg. 

Einige besondere Tage wollen wir noch ausführlicher erläutern:

Da war die Fahrt mit dem Schiff von Cuxhaven aus, zu den Seehundbänken in der Elbemündung. Erst eine kleine Hafenrundfahrt mit Erläuterungen und Anekdoten und dann raus auf die, hier 18 km breite, Elbmündung. Wie das dann so ist mit der Natur, die Seehunde hatten wohl wenig Lust auf neugierige Touristen und so sahen wir nur einige wenige, aber gefreut haben wir uns doch und die Fahrt an sich war einfach schön.

Unser neu erworbenes Vorzelt flatterte und blähte sich heftig im Wind, wir kauften zusätzliche Heringe und befestigten das Zelt mehr und mehr. Leider hat es alles nichts genutzt und an einem stürmischen Morgen, nach einer unruhigen Nacht, riss mit einem lauten Raaaatsch der Keder oben raus und das Zelt war hinüber. Zur Ehrenrettung des Zeltes sei gesagt, es handelte sich um Windstärke 7, die Fähre nach Helgoland fuhr nicht und einige Brücken im Land waren für LKW gesperrt, also es war sehr stürmisch, kein laues Lüftchen…… Wir haben mit dem Hersteller gemailt und bekommen in den nächsten Tagen ein neues Zelt…… also alles gut, nur blöd, dass wir 3 Wochen kein Vorzelt hatten, wo wir uns doch grade dran gewöhnt hatten.

Ein Ausflug brachte uns an die Wesermündung nach Spieka-Neufeld und Dorum. Spieka-Neufeld hat einen kleinen Kutterhafen, einen kleinen Campingplatz, der sehr ausgestorben wirkte sowie ungefähr 15 Strandkörbe. Wer es also ganz ruhig mag, dem sei Spieka empfohlen. In Dorum war es doch deutlich lebhafter und der Leuchtturm Obereversand ist ungewöhnlich in seiner Bauart. Dies war einer der stürmischen Tage, so dass ich nicht auf den Leuchtturm raufgeklettert bin, man kann ihn wohl besichtigen. Wir haben uns die Kutterhäfen angesehen und wie immer viele Fotos dort gemacht.

Das Klimahaus in Bremerhaven wollten wir uns schon immer mal ansehen und so nutzten wir einen weiteren Tag, der nicht für den Strand geeignet war, und fuhren hin. Es ist toll gemacht. Man „reist“ auf dem 8. Längengrad Ost von Bremerhaven in die Schweiz, weiter nach Sardinien, nach Niger, Kamerun, die Antarktis, Samoa, Alaska und auf die Hallig Langeness und ist dann einmal um die Welt gereist. Die jeweilige Temperatur und die relative Luftfeuchtigkeit sind den örtlichen Bedingungen angepasst. Die Station Antarktis weist eine Temperatur von ca. -6 Grad Celsius auf, (freundlicherweise ist der Teil nur auf -6° und nicht auf die wirkliche Temperatur der Antarktis abgekühlt)  die Station Niger hingegen hat eine Temperatur von rund 35 Grad Celsius, einige Ausstellungsräume weiter befindet sich mit tropischer Wärme  Kamerun. Der westafrikanische Regenwald bei Nacht wird durch exotische Gerüche und Geräusche veranschaulicht. und so geht es immer weiter, bis man wieder auf Langeness und in unserem Klima ist. Man erfährt viel über Land und Leute, es gibt viel zu lesen und viel anzusehen und es vergehen die Stunden wie im Flug, wenn man dort drin ist. Das ganze futuristische Gebäude ist rollstuhlgerecht und an vielen Stellen geht es mit Aufzügen weiter, so dass wir überall hinkonnten. Ein sehr interessanter und eindrücklicher Tag.

Beschaulicher ging es dagegen in Osten an der Oste zu. Hier schwebt eine Schwebefähre über den Fluss und als Wuppertaler kann man da nicht fernbleiben. Früher hat die Schwebefähre im regelmäßigen Takt Autos, Fahrräder und Fußgänger über die Oste transportiert. Sie hatten den großen Vorteil, dass sie auch im Winter bei Eisgang funktionierte. Heute ist sie nur noch für Touristen und Fahrradfahrer in Betrieb und der Fährmann war so begeistert, dass wir mit ihm fahren wollten, dass er gleich eine „Sonderfahrt“ für uns beiden machte. 

Ein tolles Ereignis war für uns dann das Duhner Wattrennen. Das ist ein Pferderennen im Watt, welches seit 1902 organisiert wird. Da wird tatsächlich, wenn die Ebbe einsetzt und der Meeresboden frei wird, eine Pferderennbahn dort hin gebaut, die Rennen finden statt und wenn die Flut kommt, muss alles wieder abgebaut sein, weil es sonst im Wasser untergehen würde. Allein diese logistische Leistung hat uns schon beeindruckt. Nun haben wir ja null Ahnung von Pferderennen und –wetten, haben aber mit großem Interesse alles angeschaut und versucht zu verstehen, wer wann auf wen wettet und wieviel dabei gewinnt. Erstaunlich, es sollen 5-stellige Summen gewonnen worden sein. Zwei Pferde haben ihre Reiter abgeworfen und sind ausgebüxt und es kam heftig Unruhe auf, weil die beiden ihre neu gewonnene Freiheit gleich mal ausnutzten und weit, weit raus ins Watt liefen, so weit, dass sie am Ende mit jeder Menge Technik und Know-how wieder zurückgeholt werden mussten. Sogar der Seenotrettungskreuzer war schon ausgelaufen, da sie Gefahr liefen, in die Fahrrinne zu gelangen. Am Ende hat man sie jedoch eingefangen und wieder wohlbehalten an ihre Besitzer zurückgegeben. Also echt was los, an diesem Tag. 

Erneut zog es uns nach Bremerhaven und wir haben spontan eine Hafenrundfahrt mitgemacht. In Bremerhaven werden vor allem Autos umgeschlagen und so ein Autotransporter kann wohl so mal eben 6000 PKWs an Bord nehmen. Sie werden alle reingefahren und dicht an dicht geparkt. Unvorstellbar, aber es sollen pro Tag mehrere Schiffe mit jeweils ca. 6000 Autos beladen werden. Man staunt auch immer wieder, wenn erläutert wird, wieviel Tonnen Zuladung so ein Schiff hat, wieviel Tonnen Treibstoff sie mitnehmen, wie schwer die Motoren sind und dass sie dann trotzdem schwimmen…… Jedenfalls war auch dies ein wirklich schöner Tag, zumal das Wetter im Laufe des Tages immer besser wurde.

Am Ende wurde es nochmal beschaulich. Der Flecken Freiburg an der Elbe war ein ebenfalls richtig schönes Ziel für uns. Hier ist die Elbe deutlich schmaler, als bei uns in Otterndorf und je nachdem, wo man auf dem Deich steht, sieht es aus, als würden die „Pötte“ über die Wiese fahren, weil man die Elbe in der Marsch gar nicht sieht. Der Ort selber ist klein aber fein und hat einen malerischen kleinen Hafen und im Hafencafé gibt es sehr leckeres Eis. 

Ja, jetzt haben wir  in einem Eintrag so ziemlich alles erzählt, was wir euch sonst in mehreren Etappen berichtet hätten. Wir hoffen, es war nicht zu lang oder zu langweilig für euch. 

Seit Sonntag sind wir wieder im Tal und haben einiges zu erledigen. Wir hoffen aber, dass wir uns bald wieder auf die Räder machen können. Wenn es denn soweit ist, werden wir wieder berichten.
Bis dahin, alles Liebe, einen schönen Sommer noch und bleibt alle gesund. Herzliche Grüße DuC

Mittwoch, 1. Juli 2015

Sommer 2015 Cuxland



Guten Tag liebe Leserinnen und Leser, 
ihr habt euch bestimmt schon gefragt, warum es keine neuen Einträge hier mehr gab. Nun es war so, dass D. leider Mitte Januar eine schwere Lungenentzündung hatte mit allem Schrecken, der damit verbunden sein kann. Wir hatten zeitweise kaum noch Hoffnung, überhaupt wieder verreisen zu können. An dieser Stelle können wir gar nicht genug „Danke sagen“, allen Ärzten, Pflegern, Schwestern und Therapeuten, aber auch allen, deren gute Wünsche, Anteilnahme, Daumen drücken etc. letztlich dazu beigetragen haben, dass D. nach 4 Monaten wieder so weit gesund war, dass wir uns an die Planung einer neuen Campingtour wagten.

Da wir eigentlich sowieso geplant hatten, dieses Frühjahr nach Otterndorf zu reisen, haben wir dies dann auf den Sommer verlegt und seit einer guten Woche sind wir nun hier. Wir haben einen schönen Campingplatz, direkt hinterm Deich, so dass die gute Nordseeluft Tag und Nacht eingeatmet werden kann. Wir können vom Platz aus zu Fuß über den Deich und sind direkt am Grünstrand, mit einem schönen langen Weg am Wasser entlang.
Auch nach Cuxhaven sind wir flott gefahren und das haben wir auch schon mehrmals gemacht. Wir haben an einem ungemütlichen Tag die Ausstellung „Windstärke 10“ angesehen und viel über Fischfang und Fangquoten sowie über Schiffuntergänge gelernt. Die „alte Liebe“ mit Sicht auf den Weltschifffahrtsweg Elbe suchen wir ebenso gerne auf wie die Kugelbake, das Wahrzeichen von Cuxhaven. Überall sind schöne, ebene Wege die wir prima laufen können. Gerne gehen wir auch in den Fischereihafen, wo wir uns leckeren Fisch für’s Abendessen kaufen.
Da wir ja bekanntermaßen gerne „Schiffe gucken“ sind wir hier genau an der richtigen Stelle, denn bei der entsprechenden Tiede ist sowohl elbabwärts wie auch –aufwärts viel Schiffsverkehr und man kann teilweise riesige „Pötte“ sehen, sie kommen hier zum Greifen nahe vorbei.

So, das soll für heute genügen, ihr wisst jetzt also, dass es uns noch gibt und dass wir –mit ein paar Einschränkungen – wieder am Reiseleben teilnehmen und es GENIESSEN!
Bis zum nächsten Eintrag hier an dieser Stelle, beste Grüße aus dem Norden von DuC

Mittwoch, 12. November 2014

Herbst 2014, Südfrankreich IV



Hallo zusammen, ja, wir sind wieder zuhause und wollen euch noch abschließend erzählen, wie es uns ergangen ist. 

Die meisten Tage verbrachten wir in den Orten bei uns in der Umgebung, also Saint Cyprien-Plage, Canet-Plage und Argelès-sur-Mer. Einmal fuhren wir noch ein Stückchen weiter nach Norden nach Port Barcarès. Hier war es noch ein bisschen verschlafener als in den drei o.g. Orten, wahrscheinlich weil hier fast ausschließlich Ferienunterkünfte sind und nur sehr wenig Einheimische wohnen. In den drei o.g. Orten ist es ruhig, aber nicht ausgestorben, aber in Port Barcarès war es noch ruhiger, vielleicht lag es auch am starken Wind, dass so wenige Menschen unterwegs waren. Wir haben jedenfalls einen schönen, langen Spaziergang über die Promenade und um den Hafen gemacht. 

Natürlich sind wir noch ein weiteres Mal nach Collioure gefahren, dort gefällt es uns so gut, dass auch ein dritter Besuch nicht langweilig war. Wir liefen wieder über Wege und durch Ecken, wo wir bisher noch nicht waren und immer wieder zeigten sich uns neue Ein- und Ausblicke. An diesem Abend war „allowin“ also: Halloween und ein Umzug von Hexen, Zauberern, Badmans und –womens sowie deren Eltern und Großeltern lief lautstark, um Süßes bettelnd durch Collioure. 

In Thiur  besichtigten wir zum guten Schluss noch die Caves Byrrh. Hier wird  ein Aperitif hergestellt und man kann im Rahmen einer Führung jede Menge über die Gründung der Firma und die Herstellung des Getränkes erfahren. Es war interessant und besonders gut haben uns die riesigen Fässer, das größte fasst angeblich 1 Million Liter, gefallen. Auch der Baustil der alten Fabrikgebäude gefiel uns gut.
An den letzten Tagen hatte es wieder mächtig gestürmt und in Canet war kaum ein windstilles Plätzchen zu finden, dafür fegte der Wind den Sand über die Stadt, so dass es aus der Entfernung von Saint Cyprien aussah, als ob über Canet Nebel liegen würde. Wenn man durch den Sandsturm durchwanderte hatte man später überall, aber wirklich überall, Sand.

Am allerletzten Tag hat es mehr oder weniger geregnet und wir schafften es so grade noch einmal unsere Lieblingsrunde über Mole und Hafen zu laufen, bevor wir uns wieder ins Trockene begeben mussten. Da die Temperaturen jetzt auch erheblich gefallen waren, verabschiedeten sich die Pyrenäen am Mittwochmorgen mit schneebedeckten Gipfeln von uns. Spätestens jetzt war klar: es wird Zeit nach Hause zu fahren. 

Ja, der Rest ist schnell erzählt. Wir haben noch 4 Übernachtungen unterwegs eingelegt und zwar in Nimes, in Dardilly, Langres und Wasserbillig (Luxemburg). Eigentlich sind uns Tagesetappen von 350-370 km ganz lieb. Um diese Jahreszeit haben aber entlang des Weges nur noch sehr wenige Campingplätze offen, sodass wir die Wahl zwischen Tagesetappen von um  500 km oder um 270 km hatten. Wir haben uns für die letzteren entschieden. Wir sind ja morgens nicht so schnell und wir kommen auch nicht gerne im Dunkeln an. So haben wir eben von Mittwoch bis Sonntag gebraucht, bis wir zuhause waren, aber das entsprach unserem Tagesablauf und wir waren auch nicht so kaputt von zu viel Fahrerei, zumal an den beiden ersten Tagen ein heftiger Gegenwind das Fahren mit Anhänger nicht grade einfach machte. Die beiden letzten Nächte waren schon richtig kalt mit nur 2° C, so dass wir dann auch froh waren, dass wir wieder zuhause waren. Ja, und das war es für diese Saison, wir werden jetzt alles winterfest machen und uns unseren Winteraufgaben widmen, die wir uns vorgenommen haben. 

Wir hoffen, dass wir im Frühjahr wieder losziehen können und euch an dieser Stelle weiterhin über unsere Reisen berichten können. Bis dahin bleibt alle gesund, schöne Feiertage und kommt gut ins neue Jahr (für alle, die wir nicht mehr persönlich sehen oder sprechen werden). 

Danke für eure Anteilnahme und eure  Bereitschaft, euch mit unseren Reisen zu beschäftigen.
Macht’s gut, har det bra, tot ziens, à bientôt, DuC.