dicker Pott auf den Weg nach Hamburg

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Donnerstag, 12. Juni 2014

Mai/Juni Büsum, Teil II



Hallo alle miteinander,

nun wollen wir uns doch kurz vor dem Ende dieser Reise nochmal melden und von uns berichten. Wie bereits berichtet, sind wir unter der Woche mit Krankengymnastik und Massageterminen beschäftigt und bewegen uns an diesen Tagen von Büsum nicht weg. Aber an den Wochenenden sind wir natürlich auf Achse. So fuhren wir u.a. nach Tönning, einem hübschen Kleinstädtchen an der Eider gelegen. Ein schöner kleiner Hafen, ein altes Packhaus und schöne Häuschen an der Hafenpromenade laden ein zum Bummeln und einfach nur Da-Sitzen-und-Genießen.  Auf dem Rückweg stoppten wir noch beim Eidersperrwerk, einem gigantischen Bauwerk zum Schutz vor Sturmfluten. Rechts und links vom Sperrwerk sind Möwen- bzw. Küstenschwalbenkolonien. Dort wurde noch gebrütet und man konnte von oben teilweise in die Nester gucken. Es war ein Geschrei und Getöse dort und man musste jederzeit mit einem „Segen“ von oben rechnen…. 

Der Leuchtturm von Westerhever ist ein begehrtes Fotomotiv, so auch bei uns. Vor Jahren, als D. noch Fussgänger war, waren wir schon mal dort, aber der Leuchtturm liegt sehr weit draußen und damals haben wir es nicht geschafft, bis ganz hinzulaufen. Heute mit Rolli und dem Trac kein Problem und so konnten wir denn den unglaublich schönen Weg durch die Marschlandschaft, durchzogen von Kanälen, laufen. Den Leuchtturm selbst haben wir dann auch zahlreich aufgenommen und intensiv betrachtet. 

Pfingstsamstag sind wir nochmal zum Nord-Ostsee-Kanal gefahren, Schiffe gucken. Es gab auch viel zu sehen, u.a. kam das neue deutsche Forschungsschiff „Sonne“ vorbei. Offenbar war dies in Insiderkreisen bekannt, denn es waren unglaublich viele Fotografen dort, die vollkommen aus dem Häuschen gerieten, als das Schiff dort entlang kam. 
Pfingstsonntag hatten wir Besuch unserer Freundin L., wir liefen kreuz und quer durch Büsum und schauten auch wieder nach „unseren“ Möwenküken, die vorne an der Mole auf den Pollern wohnen. Sie waren putzmunter. 
Pfingstmontag trafen wir uns mit B.u.H. in Husum und schauten uns das hübsche Städtchen an, im Schloss überlegten wir kurz, das Pole-Poppenspäler-Museum zu besuchen, aber das Wetter war so toll, dass wir das Museum zu einem anderen Zeitpunkt mal besuchen werden. Wir fuhren noch zum roten Haubarg, wo wir es uns bei Kaffee und Kuchen im Garten gutgehen ließen. 

Jetzt sind unsere letzten Tage hier angebrochen. Seit Dienstag ist der Platz wieder ziemlich leer, das ist die letzte Ruhe vor der Sommersaison. Wir werden am Samstag den Wohnwagen nach Itzehoe bringen und ihn dort für 3 Wochen unterstellen. Wir wollen in der relativ kurzen Zeit, in der wir zuhause sind, kein Camping machen und da wir über Dänemark nach Norwegen wollen, macht es Sinn, den Wohnwagen hier in Schleswig-Holstein zu lassen. Die letzten Therapien stehen an und dann heißt es Abschied nehmen von Büsum. Es gefällt uns aber gut hier und so werden wir bestimmt wieder kommen. Wir sind gespannt, wie es dann hier aussehen wird, denn die Baustelle von der wir schon berichtet haben, kommt gut voran, ist aber noch lange nicht fertig. Also, ein guter Grund, hier mal wieder reinzuschauen.

So, das war es einstweilen von uns, wir melden uns dann im Juli wieder. Wir hoffen in Norwegen gute Netzverbindungen zu haben, so dass wir euch wieder berichten können. Bis dahin bleibt bitte alle gesund und habt eine gute Zeit. Herzliche Grüße DuC

Donnerstag, 29. Mai 2014

Mai/Juni 2014 in Büsum



Hallo zusammen, oder auch: MOIN !

Ja, ihr habt es richtig erkannt, wir sind in Norddeutschland. Wir sind in Büsum und senden euch allen herzliche Grüße. 

Eigentlich wollte D. hier eine ambulante Kur machen, die unsere nette Krankenkasse aber medizinisch für nicht notwendig hielt. Nun hatten wir uns aber schon so auf Büsum gefreut und wollten uns jetzt nicht umorientieren. Außerdem sollte die Reise nach Büsum schon der Einstieg in die, für den Sommer geplante, Norwegen-Reise sein. Dazu später mehr. Also sind wir jetzt hier und genießen unsere Zeit.

Büsum ist ja immer wieder schön und man kann hier gut 4 Wochen verbringen, ohne Langeweile zu bekommen. Leider hindert die Großbaustelle zur Deicherweiterung  so manchen Weg zu laufen, aber es gibt, auch für uns, noch genug Wege in alle möglichen Richtungen und wir sind auch schon viele gelaufen. Auch der mini-trac kam schon wieder zum Einsatz. Wir können ja von den Wegen am Deich entlang nicht genug kriegen, auf der einen Seite wahlweise die Nordsee, oder bei Ebbe die riesige Matschefläche und auf der anderen Seite die grüne Wiese mit entweder Strandkörben, oder  mit Schafen.  Noch ein Wort zur Deicherweiterung und der Baustelle. Ja, es ist teilweise laut und es bringt Staub und Dreck mit sich. Aber: es muss sein, denn auch hier wollen Land und Leute vor steigenden Meeresspiegeln geschützt werden. Es wird auch unermüdlich gearbeitet und man kann Tag für Tag die Fortschritte sehen.

Wir haben auch schon ein wenig die Gegend erkundet. So waren wir u.a. in Meldorf und Schwabstedt, sowie am Nord-Ostsee-Kanal.
Am letzten Wochenende sollten hier deutsche Meisterschaften im Kiten stattfinden, dummerweise wehte kein einziges Lüftchen, so dass man nur sein umfangreiches und buntes Material ausstellen konnte. Kaum waren alle wieder abgereist, hatten wir zwei Tage heftigen Wind, fast schon Sturm.....So kann es gehen.

Die Fischkutter im Hafen sind immer wieder schön anzusehen und für die viele Fotos gut. Und so sitzen wir immer wieder gerne dort und genießen den Tag und das gute Wetter. So auch heute, während des  Shanty-Chor-Festes. Nun ist diese Art von Musik nicht wirklich unser Geschmack, trotzdem sind wir mal hingegangen. Jede Menge, überwiegend ältere, Männer in weißen Hosen mit blauen Hemden und roten Halstüchern, die gesungen haben…..  Aber das drumherum war prima, gab es doch einige Buden mit allem möglichen, was dort feilgehalten wurde. Wenn man auch nichts kauft, macht es doch immer wieder Spaß dort lang zu bummeln und gucken, wofür man alles so sein Geld ausgeben könnte. Und natürlich die unvermeidlichen Fressbuden mit Fisch, Bratwurst, Kuchen etc.

So vergehen die Tage unglaublich schnell und flott ist die Hälfte der Zeit schon rum. Aber noch ist es ja nicht soweit.
Bis zum nächsten Mal grüßen wir euch und wünschen euch eine schöne Zeit. Liebe Grüße DuC

Montag, 21. April 2014

Frühjahr 2014 - Holland, Teil II



Vrolijke Pasen alle zusammen. Nun wollen wir uns kurz vorm Ende unserer Zeit hier nochmal melden. Nachdem die ersten 8-10 Tage regelrecht sommerliche Tage waren, kam es dann doch noch mal kälter. Die Nächte waren mit nur 4-5° und die Tage mit teilweise nur 10-12° doch nochmal frühlingshaft kühl. So soll es ja eigentlich auch sein und so kamen jedenfalls die mitgenommenen dickeren Klamotten auch noch zum Einsatz. 

In unseren Aktivitäten hat uns das nicht gebremst, zumal es dabei ja fast immer strahlend sonnig war. So fuhren wir an einem Tag von Breskens mit einer Personenfähre rüber nach Vlissingen und liefen dort rum. Da es schon ein recht weiter weg vom Fährhafen bis in die Stadt ist, haben wir den Boulevard de Ruijter nicht in voller Länge geschafft, aber es waren auch so am Ende des Tages knapp 13 km die wir getippelt waren. Ich will an dieser Stelle mal erwähnen, dass wir im Winter für D. einen Rolli-Trac gekauft haben, eine kleine Zugmaschine für den Rollstuhl. Das ist super, da er sich damit natürlich alleine und selbständig bewegen kann und nicht darauf angewiesen ist, von mir überall hingeschoben zu werden. Es ist für ihn noch etwas ungewohnt, weil sich das Ding anders verhält wie der elektrische Rollstuhl, der per Joystick gesteuert wird, aber er hat sich gut dran gewöhnt. Mit diesem trac sind wir also nach Vlissingen gefahren und das war richtig gut, sonst hätten wir auch die 13 km nicht geschafft.

An einem anderen Tag fuhren wir nach Terneuzen, hier geht der Kanal zum Hafen von Gent von der Schelde ab. Da wir ja als Fans von Schleusen mittlerweile bekannt sind, kann man sich gut vorstellen, was wir dort an diesem Tag taten. Richtig: beim Schleusen von „dicken Pötten“ zugucken.  Eins der Schiffe, bei dessen Schleusengang wir zuschauten wurden von zwei Schleppern gezogen und einem geschoben und es passte so grade eben in die Schleuse rein. Ja, und so vergeht so ein Tag wie im Flug, wie im übrigen alle Tage, die wir hier unterwegs sind.

Wir liefen auch –wieder mit dem trac- von Cadzand-Bad bis ins Naturschutzgebiet von het Zwin einen wunderschönen Weg über Dünen und Deiche, das war dann eher so ein Naturtag, an dem wir Vögel beobachteten und schöne Fotos von Pflanzen machten, die uns gut gefielen und die jetzt zahlreich blühen. 

Blankenberge, ein Badeort in Belgien war auch ein Ziel, wo wir rumgelaufen sind. Dort gibt es neben einer kilometerlangen Promenade auch noch eine Pier und einen Yachthafen, sowie eine nette kleine Fußgängerzone, also richtig viel zu gucken für uns.

Ein letztes Highlight war der Tag in Gent. Eine wunderschöne Stadt mit Altstadt, Grachten, Belfried und Kathedrale. Lediglich das Kopfsteinpflaster hat uns das Leben etwas schwer gemacht. In so einem Getümmel kann uns auch der trac nicht helfen, dafür ist das Gespann aus Rollstuhl und Zuggerät dann zu unhandlich und nicht wendig genug. 

An den anderen Tagen, die ich hier nicht besonders erwähnt habe, waren wir hier in Breskens und sind unsere Lieblingsrunde gelaufen, die ich im ersten Teil schon beschrieben habe. Auch fuhren wir nach Sluis und nach Oostburg zum Bummeln und Einkaufen. Sluis ist eine nette kleine Shoppingstadt direkt an der belgischen Grenze und hat unglaublich viele Geschäfte und Boutiquen, Drogeriemärkte in denen man etliche, frei verkäufliche Medikamente und Nahrungsmittelergänzungen zu deutlich günstigeren Preisen bekommen kann, wie bei uns. Eine Shoppingtour anderer Art, wo du am Ende nicht mit Schuhen und Klamotten, stattdessen aber mit Paracetamol und Voltaren nach Hause gehst….. 

So, ihr Lieben, das war es einstweilen von uns, am Mittwoch geht es wieder in heimische Gefilde. Hier ist heute, Ostermontag, auch schon wieder große Aufbruchstimmung, nachdem am Karfreitag der Platz rappelvoll geworden war. 

Wir melden uns dann wieder, von unserer nächsten Reise, die wir für den Mai geplant haben. Bis dahin bleibt alle gesund und macht es gut. Tot ziens DuC

Sonntag, 6. April 2014

Frühjahr 2014 - Holland



Hallo alle zusammen, nun wollen wir uns erstmals im Jahr 2014 wieder bei euch melden. Wenn der Winter auch mild war und uns nicht so sehr nervte, so waren wir doch froh, als wir am 27. März endlich wieder den Wohnwagen anspannten und Richtung Holland fuhren und somit unsere persönliche Reisesaison anfing. 

Wir sind also, wie man am Foto schon erkennen kann, in Breskens im südlichsten Zipfel von Holland. Hier sind wir vor Jahren schon mal, aber nur kurz, gewesen. Ein guter Grund, so dachten wir uns, mal länger zu bleiben. Nun hatten wir bisher ein fast schon unverschämtes Glück mit dem Wetter. Es gab durchaus Tage, an denen sog. T-Shirt-Wetter war, so warm war es. Allerdings wehte immer, vor allem am Strand, ein leichter Wind, so dass ein Bad in der Nordsee, selbst für ganz Unerschrockene, noch nicht machbar war. Meistens war es aber einfach nur schön und wir sind schon ganz viel gelaufen. In den ersten Tagen war es noch ganz ruhig, fast schon ausgestorben, doch dann zogen am folgenden Wochenende die Saisoncamper hier auf diesen Campingplatz und richteten sich ein. Da war das ganze Wochenende emsiges Treiben hier und das Geräusch des Akkuschraubers ein oft Gehörtes. Sonntagsabends düsten dann alle, die mit Kindern hier waren, wieder heim, wir denken sie kommen wieder, sobald die Osterferien losgehen. 

Wir laufen derweil viel hier rum. Hier blühen jetzt die Obstbäume und unglaublich viele Blumen, dass es nur so eine Freude ist, das anzusehen, man kann zusehen, wie alles von Tag zu Tag grüner wird. Direkt vorm Campingplatz geht ein schöner asphaltierter Weg rauf auf die Düne und auf der anderen Seite runter zum Strand und dort entlang bis zum Fischerei- und Jagdhafen von Breskens. Außerdem gibt es entlang der gesamten Küste bis nach Cadzand einen Panoramaweg, der auch super zu gehen oder zu radeln ist. 

Wir sind aber auch nach Brügge und nach Knokke-Heist in Belgien gefahren. Brügge ist immer wieder schön anzusehen wir laufen sehr gerne dort rum und schauen in die hübschen, kleinen Geschäfte mit den sehr verlockenden Pralinen und sonstigen Leckereien. Die Strandpromenade von Knokke ist für uns natürlich auch wieder super zum Laufen. Dass man auf einer Seite des Weges eine regelrechte Hochhausfront hat, muss man einfach ignorieren. Die belgische Küste ist ja nicht so lang (ca. 60 km) und so viele Menschen wollen dort ihren Urlaub machen, da bleiben halt nur Hochhäuser. 

Ja, das war es erstmal mit Neuem von uns. Wir werden uns nochmal von hier melden, wenn das Netz es zulässt, unter der Woche, wenn nicht so viele da sind, geht es ganz gut, aber am Wochenende bricht es gerne zwischendurch zusammen und dann ist es nervig beispielsweise Fotos raufzuladen. Aber wir geben uns Mühe. 

So, nun macht es alle gut, bis bald beste Grüße und tot ziens DuC

Donnerstag, 14. November 2013

Herbst in Südfrankreich, Ende

Hallo zusammen, jetzt wollen wir uns noch einmal kurz bei euch melden.

Wir sind also seit Sonntag, 10. November wieder zuhause. Die Rückfahrt war unspektakulär und hat gut geklappt. Der erste angefahrene Campingplatz hatte allerdings entgegen allen Ankündigungen dann noch nicht ganzjährig geöffnet und so mussten wir noch 50 km weiterfahren, bis nach Dardilly, wo wir auch auf dem Hinweg schon gewesen waren. Der nächste in der Nähe von Langres hatte ebenso geöffnet, wie der in Wasserbillig in Luxemburg. Also keine weiteren Probleme. Das Wetter verschlechterte sich von Tag zu Tag und jetzt hier zu Hause ist es auch ganz so, wie es im November eben ist. Grau, regnerisch, relativ kalt und ungemütlich. Aber man hat ja eine Heizung und enorm viele Erinnerungen an sonnigere Tage.

Ihr Lieben, unser Reisetagebuch schließt hier einstweilen und wir hoffen, dass wir euch alle im nächsten Frühjahr hier wieder antreffen. Wir geben uns jedenfalls alle Mühe, dass wir im Frühjahr wieder auf Reisen gehen können (eigentlich können wir es kaum erwarten). Wir haben uns für den Winter zuhause einiges vorgenommen, das es zu erledigen gilt, so dass wir guter Dinge sind, den Winter gut zu verbringen.

Laßt es euch allen gut gehen, bleibt gesund, habt schöne Feiertage und kommt gut in das neue Jahr.
Beste Grüße von DuC

Mittwoch, 6. November 2013

Herbst in Südfrankreich, Teil 4



Bonjour messieurs dames, dies ist unser letzter Bericht aus Südfrankreich für dieses Jahr. 

Vorher wollen wir euch noch von unseren Besuchen in Montpellier und Pézénas erzählen. An einem nicht so sonnigen Tag in der letzten Woche machten wir uns auf den Weg nach  Montpellier.  Eine sehr schöne und sehr lebendige Stadt, an derem zentralen Place de la Comédie es nur so summte von all den Menschen, die sich hier aufhielten. Teils in Lokalen, Bars und Cafés, teils an Haltestellen oder auch nur auf Bänken und Mauern an und rund um dem Platz. Super. Montpellier hat die größte Fußgängerzone in Europa. So wurde es uns zumindest auf einer Rundfahrt mit dem train touristique erklärt. Jedenfalls ist die gesamte Altstadt Fußgängerzone, das hat uns sehr gut gefallen. Die Fahrt mit dem Bummelbähnchen war prima, einmal, weil es einen Wagon für Rollis hat, mit Rampe und Hilfe zum Reinkommen und allem, zum anderen weil  man doch innerhalb einer Stunde an alle sehenswerten Stellen der Stadt kam. Nachher blieb dann noch Zeit, das ein oder andere „auf eigene Faust“ nochmal anzusehen. Viel zu schnell verging die Zeit und ein wenig sonnig wurde es gegen Nachmittag dann auf noch. 

Ein weiterer Tag führte uns nach Pézénas, gut 50 km im Landesinnern vom Campingplatz entfernt. Samstags ist dort ganztägig Markt, ein guter Grund für uns, an einem Samstag dorthin zu fahren, (die Märkte die schon um 13.00 Uhr abbauen sind nichts für uns, weil wir immer nur den Abbau mitbekommen…..wir sind halt morgens nicht so flott). Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten, (gar nicht so einfach an einem Markttag) bummelten wir erst über den wirklich schönen Markt und freuten uns auch über die asphaltierten Straßen. Nun sind in Pézénas aber auch sehr viele wunderschöne Ateliers von Handwerkern und Künstlern, die sind aber alle in dem Teil der Altstadt angesiedelt, in dem das schönste Kopfsteinpflaster zu bewältigen ist. Das war für uns beide eine körperlich ziemlich anstrengende Sache, aber es hat sich gelohnt. Es gab so viele schöne Gassen und Läden zu sehen und sie hatten so tolle Dinge zu bewundern und zu verkaufen, kein Touristenkitsch, sondern wirklich schöne handgefertigte Sachen, u.a. Seifen, Holzspielzeug, Schmuck, Hüte (ja hier gibt es noch Hutmacher) geschneiderte Seidenkleider, Ledersachen, und jede Menge Leckereien von Keksen bis Oliven, was man sich nur vorstellt. Einfach klasse. Auch der Tag verging wie im Flug und schon waren wir wieder auf dem Rückweg, jedoch nicht ohne in Bouzigues noch schnell ein Dutzend Austern für’s Abendessen zu kaufen. Frischer und preiswerter, direkt vom Erzeuger kann man sie nicht kriegen…

In Sète stand noch offen, einmal auf den Mont Saint Claire hochzufahren. Von oben soll man so eine tolle Rundsicht über die Küste, den Étang de Thau und die Stadt haben. Am Sonntag war es herrlich klar und sonnig und wir haben die Gelegenheit genutzt und sind dort hoch gefahren. Einmalig, die Aussicht ist wirklich atemberaubend. 

Ansonsten ist hier wohl derzeit die Zeit der Vogelschwärme. Wir halten immer wieder die Luft an, wenn sich der Himmel verdunkelt und hunderte von Vögel über einen hinweg rauschen. Unglaublich, auch Wildgänse oder Kraniche (ich bin kein Ornithologe und kann das nie genau erkennen) ziehen in ihren V-Formationen  hier durch. 

Und es ist die Zeit der sensationellen Sonnenuntergänge. Ein wahnsinniges Licht Abend für Abend und jemand, die wie ich, ein Fan von Sonnenuntergangsfotos ist, hat hier derzeit gut zu tun. ….

Und nun ist es Zeit für uns, unsere Zelte hier abzubrechen und nach Hause zu kommen. Es ist jetzt auch hier nur noch über Mittag und bei Sonnenschein angenehm warm. Morgens und abends heizen wir jetzt, weil die Temperatur schnell auf 13-14 Grad runtergeht und später sogar auf 10-11 Grad. Wir haben auch so gut wie alles gesehen, sind alle Wege gegangen, haben kiloweise Muscheln und Steine gesammelt und haben jetzt auch richtig Lust, wieder nach Hause zu kommen. Wir wollen am Donnerstag hier los und mit 3 Übernachtungen nach Hause fahren. Wenn alles klappt, sollten wir also am Sonntag wieder im Tal sein. Wir melden uns dann nochmal. So, das war es für’s  Erste, wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit dem/der einen oder anderen von euch. Macht es alle gut, herzliche Grüße Duc