dicker Pott auf den Weg nach Hamburg

dicker Pott auf den Weg nach Hamburg

Sonntag, 20. Januar 2013

27. Dezember 2012 bis 09. Januar 2013

Hallo alle zusammen,

jetzt wollen wir uns doch mal wieder melden. Leider hatte sich die w-lan-Einstellung unseres notebooks verabschiedet, so dass wir auf Mallorca nicht ins Netz konnten um „life“ zu berichten. Tücke der Technik. Nun habe ich erstmal alles so aufgeschrieben und stelle es jetzt erst ins Netz.

Wir kamen also am 27.12.2012 mittags pünktlich in Palma an, bekamen ohne große Umstände unseren Leihwagen und schon waren wir auf dem Weg nach Santa Maria del Camí. Nach einem Begrüßungskaffee haben wir uns dann erstmal eingerichtet und sind noch zum Einkaufen gefahren.

Am nächsten Tag ging es dann auch gleich los. Rein ins Auto und ab nach Inca zum Markt.  Dieser war jedoch nur  Minimärktchen und erfüllte nicht unsere Erwartungen, unserer Erinnerung zufolge ist er in Inca sonst viel größer. Da wir aber nunmal hier waren, sind wir dann zu Lidl einkaufen gefahren. Ja, ihr habt richtig gelesen zu Lidl. Das ist hier ein Superladen. Man bekommt ganz viele spanische Produkte und es gibt sogar frischen Fisch!! Also kein Vergleich zu unseren Lidl-Märkten. Danach sind wir dann aber  zur Südküste nach Coll d’en Rabassa, unserer Lieblingsstelle, gefahren. Es war ein herrlich sonniger Tag und wir waren überglücklich, endlich wieder hier in der Sonne sitzen zu dürfen.

Am nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen zum Kloster Lluc zu fahren. Die Fahrt dahin ist schon immer ein Ereignis, geht es doch über kurvenreiche, mit vielen Serpentinen versehenen Bergstraßen. Zwischendrin immer wieder Fotostopps, um die herrliche Landschaft und das wunderbare Wetter festzuhalten. Im Kloster waren wir jetzt einige Jahre nicht mehr und es immer wieder schön, hier spazieren zu gehen und sich das Kloster und die kleine Basilika anzuschauen. Da es uns ja immer wieder ans Wasser zieht, sind wir von Lluc aus noch nach Port Pollença gefahren, um dort noch am Hafen und über die Molen zu laufen. Im Norden und Osten verschwindet nur leider die Sonne schon gegen 17.00 Uhr, je nachdem wie hoch die Berge sind die da „im Weg rumstehen“.  Wenn die Sonne untergeht, wird es dann auch flott frisch und uns zieht es zurück in unser Appartement.

Sonntag, in Santa Maria ist Markt. Da sind wir natürlich dabei. Wir versorgen uns mit Oliven, Brot und Obst, außerdem macht es riesig viel Spaß einfach rumzubummeln und das Treiben zu betrachten. Am Nachmittag sind wir dann noch in Palma am Paseig maritimo lang gelaufen, wieder bis zum letzten Sonnenstahl, hier also um 17:30 Uhr.

Silvester waren wir in Can Pastilla und sind von Balneario 14 bis 1 in Arenal gelaufen, hin und zurück knapp 10 km. Hier an der „Playa“ und überhaupt auf der Insel bemerkt man die Wirtschaftskrise schon recht heftig. Es haben viel mehr Läden und Lokale geschlossen, als sonst und auch so ist es deutlich ruhiger. Wenn ich hier „geschlossen“ schreibe, dann meine ich nicht wegen Winterzeit geschlossen, sondern verriegelt und verrammelt mit Schild dran: „zu verkaufen“.

Am Neujahrstag fuhren wir dann über die tolle Passstraße nach Port Sóller und verbrachten dort den Nachmittag. War bisher tolles Sonnenwetter gewesen, hatte es sich am Silvesternachmittag eingetrübt und war sowohl windig als auch wolkig geworden. So auch hier in Port Sóller. Die jahrelange Baustelle ist endlich fertig und man kann jetzt wieder wunderbar um die ganze Bucht rumlaufen. Port Sóller ist jetzt am Hafen und rund um die Bucht verkehrsberuhigt und man fährt durch einen Tunnel quasi unter dem Ort durch, wenn man von einem zum anderen Ende der Bucht fahren will. Natürlich konnten wir auch in diesem Jahr wieder eine Gruppe von Neujahrschwimmern beobachten, die frohen Mutes und flotten Schrittes sich in die Bucht von Sollér warfen, brrr… Wir fuhren dann noch rauf zum Phare (Leuchtturm) und machten letzte Fotos, bevor es zu dämmern begann.

Am 02.01. fuhren wir wieder zu unserer Lieblingsstelle in Coll d’en Rabassa und liefen dieses mal in die andere Richtung, nämlich bis Can Pastilla. Hier kauften wir Ansichtskarten, soweit so gut. Man bot uns gleich auch den Kauf von Briefmarken an (das passiert hier sonst nie, man soll immer zum Tabakladen oder zum Postamt gehen). Ich kaufte also hell erfreut Briefmarken und der freundliche Mensch weist mich dann auf seinen „Briefkasten“ hin und ich realisiere aber immer noch nicht, was hier abgeht. Da hat der mir Briefmarken der Swiss-Post verkauft! Ich könnte die Karten also gar nicht in den normalen Postbriefkasten einwerfen, sondern müsste jetzt erst wieder so einen Swiss-Post-Briefkasten suchen. Ich habe dann abends im Internet gelesen, dass wohl in der Schweiz die Postämter an nicht so lukrativen Stellen geschlossen werden und hier baut die Schweizer Post ein neues Geschäft auf, allerdings nur für Urlaubskarten. Manchmal kann man sich echt nur wundern. Ich habe jedenfalls die Briefmarken wieder abgepult und am nächsten Tag bei Correos „richtige“ Briefmarken gekauft und dort meine Karten auch gleich abgegeben.

Der 03.01. begann mit Regen. Als ich die Fensterläden öffnete, tropfte es und der Himmel war ein einziges graues Tuch, wie zuhause. Aber dann passierte, was man als Wuppertaler kaum fassen kann, es hörte im Laufe des vormittags nicht nur auf, nein es wurde sogar so sonnig, dass wir dann erst hier vorm Hause draußen saßen und dann doch auch noch nach Palma fahren konnten. Dort saßen wir erst vor der Kathedrale in der Sonne und als sie unterging, machten wir uns noch auf einen Bummel durch die Geschäfte und Weihnachtsmärkte. Es gibt auch wieder eine Eisbahn an der Plaça Espagna. Klimatechnisch natürlich ein Wahnsinn, aber für die Kinder und Jugendlichen ein Mordsspaß. Am Ende noch ein toller Tag, der so fies und verregnet begonnen hatte.

Am 04.01. lachte die Sonne schon früh am morgen und so beschlossen wir, mal in den Nordosten der Insel zu fahren. Das ist eine ziemliche Entfernung, je nach dem, wo man lang fährt 70-90 km. Wir sind also zuerst nach Cala Rajada gefahren. Man kann dort wunderbar und recht weit Wege an der Küste lang laufen, natürlich auch durch den Hafen und über die Mole. Ansonsten ist die Ostküste für uns nicht so attraktiv, weil ja viele Strände in Buchten liegen und  die Wege, für uns dann schnell gegangen sind. Am liebsten ist uns deshalb immer wieder die Südküste zwischen Porto Pi und El Arenal. Auf dem Weg zurück kreisten wir dann noch Capdepera, wo es uns aber viel zu steil war, um auszusteigen und dann noch durch Artà, jetzt dämmerte es aber auch schon bald, so dass ich nur noch schnell einige Fotos machte, bevor wir uns auf den doch recht weiten Heimweg machten. 

Am 05.01. kommen ja die heiligen 3 Könige im Hafen von Palma an. Dann gibt es immer einen tollen Festumzug und es werden Kamelle geworfen, wie bei uns im Karneval. Wir sind also am nachmittag nach Palma gefahren und haben uns schon mal einen guten Parkplatz gesichert (wenn wir schon kein Handtuch auf eine Liege legen müssen, so sichern wir uns dann wenigstens mal einen Parkplatz….) wir machten einen schönen Spaziergang am Paseo maritimo lang, durch den Real Club Nautico,  den königlichen Segelclub. Einmal kann man hier unheimlich schön über Bootsanleger laufen, zum anderen gibt es hier aber eine Rollstuhltoilette. Wir wissen zwar nicht, ob es hier so viele rollstuhlfahrende Segler gibt, aber das kann uns ja egal sein, wir sind froh um diese Toilette.  Bei Sonnenuntergang gingen wir dann und sicherten uns einen guten Platz am Weg des Festumzuges. Mit einem kleinen Feuerwerk beginnt das Spektakel. Vorher hatten wir die Festwagen schon im Hafen aufgestellt gesehen. Die Feuerwehr beteiligt sich auch immer mit einigen Fahrzeugen. In dem Augenblick, wenn die Böller losknallen geht ein Jubel durch die Zuschauer, der ist unglaublich. Vorweg gehen die Riesenfiguren, die sonst im Rathaus von Palma zu sehen sind. Dann ist es wie bei jedem guten Karnelvalsumzug, es folgen Fußgruppen, Musikkapellen und Festwagen in schöner Reihenfolge. Es werden Bonbons geworfen und die Kinder sammeln sie in ihre Tüten wie wir es von zuhause her auch kennen.

Sonntags fuhren wir dann, uns gelüstete es mal wieder nach Markt, nach Sa Pobla, wo ebenfalls ein Sonntagsmarkt abgehalten wird. Wir bummelten rum, kauften einige Kleinigkeiten und genossen einfach die Atmosphäre eines spanischen Marktes. Da wir nun schon auf dem halben Weg nach Port Alcudia waren, fuhren wir nach dem Marktbesuch dorthin und liefen dort über Molen und durch den Hafen und die Uferpromenade lang. Nach Sonnenuntergang fuhren wir zurück und machten  es uns im Apartment gemütlich.

Unsere letzten beiden Urlaubstage verbrachten wir an der Südküste, wollten wir doch keinen Sonnenstrahl verpassen. Und so liefen wir wieder dort entlang, saßen in der Sonne und genossen die letzten Stunden auf der Insel.
Am 09.01. hatte die Herrlichkeit dann für dieses Mal ein Ende und wir flogen um 15:00 Uhr zurück ins feuchtkalte Düsseldorf. Derzeit liegt Schnee in Wuppertal und es ist fies kalt. Wir erinnern uns jetzt gerne an die schönen Stunden in der spanischen Sonne und freuen uns schon riesig auf das Frühjahr, wenn dann hoffentlich bald die Campingsaison wieder startet. Wir können es kaum erwarten.
Es fand sich dann auch ein kluger Mensch (hier noch mal mein Dank dafür), der es schaffte unser notebook wieder so herzustellen, dass w-lan wieder funktioniert.

So, das war es mal wieder von uns, beste Grüße von DuC

Donnerstag, 20. September 2012

10. bis 15. September 2012

Hallo zusammen,

jetzt will ich, obwohl wir schon wieder zuhause sind, noch schnell unsere letzte Woche schildern.

Am Montag, 10.09. verbrachten wir noch einen supertollen Sommertag am Strand von Chatelaillons-Plage mit Spazierengehen und faul in der Sonne sitzen.
Am Dienstag morgen hatte dann die freundliche junge Frau der Campingplatzrezeption ihre Sommerhose und ihre FlipFlops gegen Jeans und Stiefel ausgetauscht, woraus wir den Schluss zogen, sie hat den Wetterbericht (im Gegensatz zu uns) verstanden und nun ist es bald vorbei mit dem sommerlichen Wetter! Da wir aber ja eh los mussten, sollte uns dies erstmal nicht interessieren. Wir fuhren also 400 km Richtung Richtung nordost, genau bis nach Jargeau, 15 km von Orléans entfernt.
Auf den letzten 40 Kilometern ergoß sich ein Starkregen über uns, der dem sommerlichen Gefühl endgültig ein Ende setzte, es hatte sich allemal über Tag mehr und mehr bewölkt. Der Campingplatz in Jargeau war dann auch deutlich leerer wie der, von dem wir morgens gestartet waren.
Am Mittwoch fuhren wir nach Orléans rein und wandelten auf den Spuren von Jeanne d'Arc und machten einen Stadtbummel, jetzt jedoch schon mit Jacke und auch einem leichten Frösteln.
Am Donnerstag dann Weiterfahrt, wiederum 400 km und zwar wieder nach Verdun. Nun waren wir also wieder dort, wo es vor 4 Wochen mit 40 Grad C begonnen hatte. Da uns am morgen beim Anspannen der Mover vom Wohnwagen im Stich gelassen hatte, mussten wir uns jetzt erstmal um die Reparatur des selbigen kümmern. Der Fehler war aber schnell gefunden und ließ sich auch gut beheben bzw. vorerst beheben.
Freitagmorgen, wir hatten wieder einen Platz am Lac, lag Nebel über diesem und zeigte uns deutlich: der Sommer ist vorbei, jetzt wird es Herbst. Den letzten Urlaubstag verbrachten wir im Memorial von Verdun, wo wir uns erneut über die Schrecken des 1. Weltkrieges informiert haben.
Am Nachmittag haben wir noch am Ufer der Maas gesessen, haben es dort aber nicht lange ausgehalten, weil es uns fies kalt wurde.
Am Samstag erneut eine 400 km-Fahrt und wir waren wieder zuhause, mit einer Menge Erinnerungen und schönen Eindrücken und knapp 900 Fotos im Gepäck. 

So, liebe Leserin, lieber Leser, unser Tagebuch schließt einstweilen wieder, aller Voraussicht nach bis Ende Dezember, denn vorher wird es keinen weiteren Urlaub für uns geben.

Bleibt alle gesund bis dahin, tschüss, adé, au revoir DuC

Sonntag, 9. September 2012

01.09. bis 09.09.2012


So, da sind wir wieder. Also der Umzug von La Bernerie-en-Retz nach Chatelaillons-Plage ging soweit ohne besondere Vorkommnisse vonstatten und wir zogen auf diesem wirklich schönen Campingplatz ein. Er liegt ganz nah am Meer, welches sich hier bei Ebbe aber extrem weit zurück zieht und Muschel- und Austernzuchtanlagen offenbart.

Wir besuchten von hier aus zunächst die Insel D’Oléron, man fährt über eine Brücke dorthin. Als wir ankamen, war natürlich wieder alles in der üblichen französischen Mittagspause, so dass wir erst mal zum Hafen La Cordière fuhren. Hier haben wir dann wunderbar den Nachmittag verbracht, die auflaufende Flut beobachtet und zugeschaut, wie ein Fischkutter nach dem anderen in den Hafen einlief und seinen Fang löschte. Am späteren Nachmittag besuchten wir noch Château d’Oléron, ein nettes Örtchen. Dort haben sich Fischer und Künstler zusammengeschlossen und aus einem ehemaligen Fischerhüttendorf ein Künstlerdorf geschaffen. Fischerhütten quietschbunt angestrichen, sieht super aus, lockt Menschen an und schon schauen sie sich auch Kunst an…..

La Rochelle ist eine tolle Stadt. Die Türme an der Hafeneinfahrt sind wohl berühmt und bekannt und müssen nicht weiter beschrieben werden, sie lohnen allenthalben immer wieder als Fotomotiv. Die Stadt selber ist ebenfalls schön anzusehen und zu erkunden, man läuft durch viele Arkadenstraßen, sollte also schlechtes Wetter sein, trockenen Fußes. Wir haben aber bisher nur Superwetter. Kathedrale, Markthalle, Hôtel de ville, alles schauen wir uns an.

Die Ile de Ré war auch eins unserer Ziele. Ebenfalls eine wunderschöne Insel mit Stränden, netten kleinen Häfen, aber auch mit Wein“bergen“ bzw. Feldern. Wunderschön die Orte La Flotte und St. Martin de Ré. St. Martin jedoch voller Kopfsteinpflaster, was wieder viel Durchrütteln für D. bedeutete und viel Kraftaufwand für mich.  Aber egal, es war so schön dort.
Eine Bootstour von La Rochelle zum Fort Boyard und der Ile D’Aix gehörten ebenso zu unseren Ausflügen, wie ein Besuch der Stadt Rochefort, wo wir uns eine alte Schwebefähre sowie  die „Hermione“ anschauten. Einen Nachbau einer Fregatte, die annodunnemals von hier nach Amerika gesegelt ist. Der Stapellauf war in Juli diesen Jahres, wenn sie jetzt noch Masten setzen und die Takelage fertig kriegen, sowie innendrin ein paar „Kleinigkeiten“, kann es schon losgehen…….
Das Fort Boyard wurde einst erbaut und feindliche Schiffe von Rochefort fernzuhalten, jedoch entwickelte sich die Technik schneller, als das Fort erbaut wurde und somit wurde es eigentlich gar nicht mehr als Befestigungsanlage benötigt, es diente dann eine Zeitlang als Gefängnis und wird heute, man glaubt es kaum, als Fernseh-Show-Kulisse genutzt, diese Show soll auch bei uns auf irgendeinem Privatsender erfolglos gelaufen sein. Hier ist sie wohl recht erfolgreich…..
Ja, das war ein kurzer Überblick über unsere Woche hier. Zwischendurch waren wir auch immer wieder hier in Châtelaillons-Plage am Strand oder im Watt, je nachdem, wie die Gezeiten dies zuließen. Das Wetter war durchgehend grandios, so dass wir diese Woche extrem genießen konnten. Nun muss es leider am Dienstag wieder heimwärts gehen. Geplant ist ein Aufenthalt nahe Orléons, sowie erneut Verdun. Mal sehen, wenn wir Netzzugang haben, melden wir uns nochmal. Hier ist es auch nicht ganz so einfach. Eine Übertragungsgeschwindigkeit von 24 MBit macht es nicht immer einfach……
So, das war es mal wieder von uns, bleibt uns gewogen, bis zum nächsten Mal, herzlichst DuC

Freitag, 31. August 2012

27.08. bis 30.08.2012



Hallo, bon jour, da sind wir wieder. Bevor wir morgen den Standort wechseln, will ich nochmal schnell die Gelegenheit nutzen, das Tagebuch weiter zu schreiben.

Am Sonntag fuhren wir zur Insel Nourmoutier. Auf dem Hinweg nahmen wir die Brücke, denn es war Flut. Wir fuhren aber schon mal zu der Stelle hin, wo die Ebbestraße beginnt. Sie war jetzt natürlich nicht zu sehen, ein einsames Verkehrsschild schaute knapp mit der Spitze aus dem Wasser raus. Wir bummelten zunächst durch den Ort und fuhren später noch ein Stück weiter, nach L’Herbaudière, dort hielten wir uns den ganzen Nachmittag im Hafen, an der Mole auf. Das Wetter war phantastisch. Da um 19:05 Uhr Tiefststand des Wassers war, war die Ebbestraße etwa zwischen 17:30 Uhr bis 20:00 Uhr befahr. Schon auf dem Weg dahin staute sich der Verkehr, so viele wollten dort lang fahren. Ist ja auch ein komisches Gefühl auf dem Meeresgrund rumzufahren. Viele parkten dann auch rechts und links der Straße, da wo der Sand fest ist und machten sich dann auf zum pêche-a-pied, zum „zu-Fuß-Angeln“ (Einsammeln von Schalen- und Krustentieren), was hier gerne gemacht wird. In einer langen Karawane von PKW’s fuhren wir dann auf’s Festland zu.

Am Dienstag waren dann in Nantes. Dort gönnten wir uns eine geführte Stadtrundfahrt mit dem Bus. Da macht für uns in größeren Städten Sinn, da man mal einen Eindruck bekommt, was man sich dann zu Fuß näher anschauen möchte und weil man auch an weiter entfernte Stellen kommt. So war es auch hier. Neben der Kathedrale, dem Château, der Altstadt undsoweiter gibt es hier in einer ehemaligen Werftanlage „les machines“. Hier haben sich Künstler und Ingenieure zusammen getan und haben gigantische Maschinen entworfen, die an die Ideen von Jules Verne angelehnt sind, u.a.: der Elefant. Ein 12 Meter hohes Teil aus Holz und Metall, voll beweglich, begehbar (drinnen ist ein Salon!) eine Mischung aus trojanisches Pferd, Transformers und Jules Verne. Mit einem ziemlichen Getöse  setzte sich dieser Elefant dann in Bewegung und stampfte mit beweglichen Beinen und Füßen über das Werftgelände, aus dem voll beweglichen Rüssel Wasser versprühend. Echt beeindruckend, eine Meisterleistung in Sachen Mechanik, Hydraulik und Pneumatik .
Wir stiegen dann wieder in den Rundfahrtbus ein und setzten die Stadtrundfahrt fort. So dann machten wir uns zu Fuß auf und liefen durch die Altstadt und suchten noch die Passage Pommeraye. Eine Einkaufspassage aus dem 19. Jh. mit Holzfußböden und –treppen und schmiedeeisernen Balkonen und natürlich ziemlich ausgefallenen Geschäften. Die Kathedrale hatten wir uns vor der Stadtrundfahrt schon angeschaut. Viel zu schnell verging der Tag und wir fuhren wieder zurück nach La Bernerie-en-Retz.

Am Mittwoch fuhren wir dann nordwärts nach Le Croisic, wo wir eine wunderbare Wanderung über einen Küstenpfad machten. Bis auf wenige Stellen ging es auch mit dem  Rolli gut, zweimal guckten Felsen oben aus dem Weg raus, so dass wir etwas Arbeit hatten, diese zu überwinden, es gab aber immer hilfreiche Menschen, die uns hier zur Seite standen. Wir wanderten erst auf der Nordseite der Halbinsel, dort wo rechts von uns der Sandstrand war, der Rückweg führte dann auf der Südseite entlang, welche mit Klippen und Felsen spektakuläre Aussichten bot, da auch wieder Hochwasser war, sahen wir immer wieder gerne, wie das Wasser vor die Felsen knallte und meterhohe Gischtfontänen entstanden. Natürlich genossen wir auch in Le Croisic den Bummel durch den Hafen mit seinen Läden und Lokalen.
Zwischendurch legen wir immer wieder „Ruhetage“ ein, wo wir wenig oder gar nicht fahren, das will ich aber hier nicht weiter beschreiben.


So, nun soll es am Samstag weitergehen nach Châtellaions-Plage. Ich hoffe, wir können uns von dort auch wieder melden. Bis dahin, viele Grüße DuC

Samstag, 25. August 2012

20.08-26.08.2012

Hallo alle zusammen, nun sind wir am Atlantik angekommen und ich will mal schnell berichten, wie es uns bisher ergangen ist. Die Anreise am Sonntag, 19.08., dem heißesten Tag des Sommers war natürlich echt heiß. Dank Klimaanlage ging es uns aber während der Anreise prima. Als wir dann in Verdun ankamen, haben wir dann aber ordentlich geschwitzt. Wir bekamen einen tollen Platz an einem kleinen Angelsee der zum Platz gehörte. Wunderbar. Am Montag haben wir uns dann in der Umgebung von Verdun umgeguckt . Zunächst fuhren wir nach Douaumont , hier ist eine Gedenkstätte über einem Gebeinhaus errichtet, in dem 130.000 sowohl französische als auch deutsche Soldaten die der Schlacht von 1914-18 zum Opfer gefallen waren, beigesetzt sind. Man sieht vor der Gedenkstätte ebensoviele Grabkreuze bzw. Gedenksteine. Da wird man ganz still. Nach soviel Gedenken fuhren wir dann ins Städtchen Verdun. Man kann schön am Ufer der Maas entlang bummeln, rauf laufen in die Oberstadt, die Kathedrale anschauen und auch hier in Verdun gibt es reichlich Gedenkstätten . Das Wetter war den ganzen Tag super und wir hatten unseren ersten Urlaubstag toll verbracht. Am Ende des Tages dann noch eine „Shoppingtour“ durch Leclerc (Supermarkt) und dann zurück zu dem schönen Campingplatz.


Der nächste Tag war natürlich geprägt von der 500 km weiten Fahrt ins Loiretal. Endlose Autobahnen mit wenig Verkehr durch ebenso endlose abgeerntete Felder. Dann aber endlich die Abfahrt nach Amboise. Der Platz liegt auf einer Insel in der Loire, super. Schade nur, dass wir von unserem Platz aus nichts davon sehen. Neben uns stand ein sehr nettes schwäbisches Ehepaar in unserem Alter. Sie gaben uns am Mittwoch dann den Tipp nicht Amboise anzuschauen (hatten wir vor einigen Jahren auch schon mal) sondern ins Clos Lucé zu gehen, dem letzten Wohnsitz von Leonardo da Vinci. Wir haben auf den Tipp gehört und sind wirklich hingefahren. Das Wohnhaus ist natürlich nicht rollstuhlgerecht, man kommt soeben in das Erdgeschoss rein, aber der Park ist einzigartig. Hier sind alle Ideen von Da Vinci nachgebaut, die bewegliche Brücke, der Helikopter, ein Panzerwagen (aus Holz!) daneben riesengroß seine Zeichnungen und Bilder u.a. die Mona Lisa oder das Abendmahl. Sagenhaft. Wir waren echt begeistert, das war mal ein Supertipp. Durch Amboise sind wir dann am Abend nach Einkauf und Abendessen noch gebummelt, war toll und hat gereicht.

Am Donnerstag sind wir dann nochmal 300 km bis zum Atlantik gefahren. Wir sind in Bernerie-en-Retz, südlich St. Nazaire. Eigentlich waren wir recht früh hier (16.00 Uhr), aber das Aufstellen von Wohnie erwies sich heute als nicht so einfach. Der Platz den wir beziehen sollten, war unglaublich schief. Wir waren schon auf Auffahrklötze gefahren und hatten alles mögliche versucht, aber die Türschwelle war viel zu hoch, so dass die Auffahrt auf die Rollstuhl-Rampen viel zu steil geworden wäre. Also anderen Platz erfragen (kein Problem), wieder anspannen und eine Runde über den Platz fahren, dort das ganze Spiel des Aufbaus nochmal von vorne. Uff. Dieser Campingplatz wurde als „familienfreundlich“ ausgeschrieben und entsprechend viele Kinder sind hier auch. Wir haben uns schon königlich amüsiert, es gibt eine Mini-Fahrrad“gang“. Die Steppkes sind so 6-8 Jahre alt und einer hat sowohl Blaulicht als auch Martinhörnchen an seinem Rädchen, der ist natürlich der Chef. Sie sausen Runde um Runde über den Platz und sind mit irgendwelchen wichtigen Aufgaben beschäftigt. Der Platz ist so familienfreundlich, dass auch jede Menge Jugendliche noch mit ihren Eltern hier sind. Jedenfalls ist hier echt was los, wie es scheint. So, das war es für heute. Wir melden uns wieder. Erstmal: bonne nuit.

Seit diesem Eintrag sind schon wieder zwei Tage vergangen. Leider war hier das Netz immer so überlastet, dass ich einfach nicht zurande kam. Nun sind aber die meisten Jugendlichen mit ihren Smartphones abgereist und jetzt habe ich eine Chance. Es war total spannend zu beobachten, in den beiden letzten Tagen hat hier das große Abreisen stattgefunden und wir dachten schon, ach du je, das wird jetzt trübe hier. Seit heute mittag hat jedoch ein neues Anreisen stattgefunden, die jungen Familien sind weg, dafür sind jetzt die älteren Semester hier, teil weise auch mit ihren Enkeln, so dass immer noch Kinder da sind.

Gestern hatten wir Sturm und Regen, heute Sturm und Sonne. Gestern sind wir fies nass geworden, auf unserer Erkundungstour durch Bernerie. Heute in Pornic brauchten wir schon wieder Sonnencreme. Wir sind erstmal rundum zufrieden und melden uns wieder, sobald es uns möglich ist und wir was zu erzählen haben. Beste Grüße DuC

Sonntag, 16. Oktober 2011

Herbsturlaub 2011 im Elsass

Am Samstag, den 24. September 2011 spannten wir den Wohnwagen an und machten uns auf den Weg, vorbei an etlichen Bakenlagern (auch Baustellen genannt) auf der Autobahn, nach Riquewihr ins Elsass. Das Wetter war toll und der Wetterbericht versprach auch weiterhin gutes Wetter. Also gute Voraussetzungen für eine schöne Woche Herbsturlaub. Im Einzelnen: Sonntags erkundeten wir erstmal das schöne Ribeauvillé ein Städtchen umgeben von Weinbergen, voller pittoresker Sträßchen und Gäßchen, natürlich auch voller Menschen, denn Ribeauvillé ist ein echter Touristenmagnet. Ebenso wie Riquewihr, welches wir am Montag anschauten. Hierhin konnten wir sogar vom Campingplatz aus zu Fuß gehen, es war nur ein Kilometer bis zum Stadttor. Riquewihr hat für Rollstuhlfahrer und Helfer einen Nachteil, es liegt am Berg und hat sehr originales Kopfsteinpflaster. Das hat mich so manches Schweißtröpfchen gekostet und D. wurde teilweise arg durchgeschüttelt… aber die tollen Ansichten der schönen Häuser und der Unmengen von Blumenkästen und –kübeln, die in der herbstlichen Sonne um die Wette leuchteten entschädigten für jegliches Mühsal. Am Nachmittag fuhren wir dann noch ins Nachbardorf nach Hunawihr und schauten dort den Park de cigogne, den Storchenpark, an. Störche gibt es wieder viele hier im Elsass. Waren sie doch vor Jahren fast ausgestorben. Dank der Aufzuchtanlage hier, in der einige Störche eines jeden Jahrgangs am Wegfliegen gehindert wurden, konnte sich die Population wieder stabilisieren und jetzt gibt es wieder genug Tiere, die auf die jährliche weite Wanderschaft gehen und auch wieder zurück finden. Hier werden sie auch beringt, so dass man auch gut nachverfolgen kann, wo ihre Reise hingegangen ist.

Dienstags ließen wir Wohnie dann auf dem Campingplatz zurück und fuhren ca. 220 km weit an den Bodensee, um dort Freundin R. zu besuchen. Hier hatten wir ein Hotel gebucht. Es war in dem Führer „Friedrichshafen – barrierefrei“ als „absolut rollstuhlgerecht, ebenerdiger Zugang, Türbreite 90 cm“ angepriesen worden. Wir waren durch die Angabe „Türbreite 90 cm“ natürlich davon ausgegangen, dass sich dies auf alle Türen bezog! Weit gefehlt. Die Barrierefreiheit dieses Hotels bezog sich darauf, dass es einen stufenlosen Zugang hatte und einen Aufzug, in den so eben ein manueller Rollstuhl reinpasste, keine Tasche und kein Koffer zusätzlich, auch keine Begleitperson. Als ich das Zimmer in Augenschein nahm, habe gedacht, „das meinen die jetzt nicht ernst“. Die Toilettentüre war, nachdem wir dann nachgemessen hatten, nur 56 cm breit!! Der Hotelmanager konnte das gar nicht verstehen, „es seien doch schon Rollifahrer hiergewesen“, so seine Aussage. Man muss jedoch zu seiner Ehrenrettung sagen, dass er sich unglaublich bemüht hat. Am Ende hat er dann einen anderen Gast gebeten umzuziehen und wir bekamen ein Appartement, dort war die Tür 90 cm breit. Damit war dieses Zimmer aber bei Weiten nicht rollstuhlgerechter geworden. Das Waschbecken war zunächst nicht unterfahrbar. Wir durften dann später das Unterschränkchen entfernen, dann wurde es für D. endlich auch nutzbar. Die Toilette selbst war weder erhöht, noch gab es Griffe. Die Dusche war natürlich nicht befahrbar und lag neben der Toilette, konnte somit also auch nicht bzw. nur unter erschwerten Bedingungen wenigstens zum Füßewaschen benutzt werden. Das Frühstück war jedoch prima und wie gesagt, der Hotelmanager und das andere Personal waren sehr bemüht, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Auch haben wir am Ende einen Preisnachlass von ca. 20% bekommen. Es wurde erzählt, man plane einen Anbau mit sechs neuen Zimmern, hier solle dann ein Zimmer der DIN-Norm für Rollstuhlgerechtigkeit entsprechen. Warten wir’s ab. Ansonsten würden wir dieses Hotel nicht für Rollstuhlfahrer empfehlen können. Es handelte sich übrigens um das Hotel Zeppelin in Friedrichshafen.

Unsere Freundin R. wohnt zum Glück ganz in der Nähe, so dass wir uns überwiegend bei ihr aufhielten, bzw. aufgrund des phantastischen Wetters viel unterwegs waren und sowohl Friedrichshafen, als auch Lindau und Langenargen anschauten und dort umher bummelten und den die wunderbare Zeit genossen. Schnell war die Zeit der Abreise gekommen und wie fuhren wieder durch das Hegau, durch den Schwarzwald, durch Freiburg und das Rheintal zurück ins Elsass.

D. war jedenfalls heilfroh, dass er nach dem Toilettenchaos im Hotel wieder im Wohnie auf die gewohnte Umgebung, die auf ihn zugeschnitten ist zurückgreifen konnte und sich wieder selbständig und gut und sicher bewegen konnte. Wieder einmal fühlten wir uns bestätigt, dass es richtig war, den rollstuhlgerechten Wohnwagen anzuschaffen und damit durch die Weltgeschichte zu reisen.

In den folgenden Tagen schauten wir uns noch das schöne Colmar und das ebenso schöne Kayersberg an. Colmar ist natürlich als Stadt größer und hat noch mehr an tollen Straßen und Gebäuden zu bieten, dafür ist Kayersberg inmitten der Weinberge wiederum sehr beschaulich. Das gute Wetter hielt an und so erlebten wir noch drei herrliche Tage. Morgens war es oft nebelig aber schon bald lachte die Sonne wieder vom knallblauen Himmel. Die Weinernte war in vollem Gang, die Erntemaschinen fuhren von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und machten nur am Sonntag Pause. Allerorten roch es köstlich nach Most und neuem Wein. Natürlich gab es überall am Straßenrand Tische mit Gelddosen und man kaufte sich Äpfel, Nüsse oder Weintrauben.

Leider ist eine Woche schnell vorbei und am 03. Oktober mussten wir schweren Herzens unsere Zelte abbrechen, bzw. den Wohnwagen anspannen und Richtung Wuppertal fahren. Eine Zwischenübernachtung legten wir noch in Laudert im Hunsrück ein, von wo wir am 04.10. mittags bei 26 Grad aufbrachen. Bedingt durch einen LKW-Unfall auf der A 3 und einer Umleitung des gesamten Verkehrs auf die A 61 waren wir länger unterwegs als wir gedacht hatten. Als wir die Grenze zu NRW überfuhren, waren die ersten Wolken zu sehen und Remscheid begann leichter Nieselregen, da wussten wir: Wir sind zu Hause und das schöne Wetter ist auch vorbei. Hier war es dann grade noch mal 15 Grad und grau in grau.

Ja, liebe Leserinnen und Leser, das war es mal wieder von uns beiden. Eine tolle Woche, tolles Wetter, super Eindrücke und jede Menge neue Erfahrungen. Übrigens, die Rollstuhltoiletten die wir auf dieser Reise entdeckt haben, haben wir bei www.wheelmap.org gekennzeichnet. Das ist wesentlich einfacher, als dies hier zu beschreiben.

Nun sind wir wieder im Alltag angekommen und freuen uns auf unsere nächste Reise. Leider werden wir Wohnie bald winterfest machen müssen, so dass die nächste Reise von der wir berichten werden, wohl eine Flugreise ist. Lasst euch überraschen, wer uns allerdings kennt, kann sich denken wo es hin geht, denn ich habe längst gebucht…..-> Mallorca, wir kommen im Dezember!!
Dann werden wir wieder berichten. Bis dahin alles Liebe und Gute für euch wünschen euch DuC.

Mittwoch, 20. Juli 2011

20. Juli 2011

Hallo alle miteinander, wir melden uns jetzt noch einmal um von unserem letzten Reiseabschnitt zu erzählen. Wir waren also gut in Gränna angekommen und haben dann natürlich den Ort mit seinen Polkagrieskochereien ausgiebig angeschaut und besucht. Polkagriesa, was ist das? Das sind ursprünglich rot-weiße Zuckerstangen mit Pfefferminzgeschmack. Das ist der Ursprung, natürlich gibt es diese Zuckermasse heutzutage in fast jeder erdenklichen Farbe, Form und Geschmacksrichtung zu kaufen. Wenn man aber in eine der zahlreichen Polkagries-Kochereien reingeht und zuschaut, werden immer rot-weiße Stangen angefertigt. Zunächst ist die „Wurst“ ca. 15 cm im Durchmesser und nur weiß, dann kommt ein roter Zuckerstrang dazu und das ganze wird verdreht, so dass eine rot-weiße Spirale entsteht, diese wird dann durch beständiges Rollen immer länger, wird halbiert und wieder gerollt und wieder halbiert und so weiter, solange bis eine ganze Menge kurzer, (ca. 20 cm), fingerdicker rot-weißer Stangen entstanden sind. Wenn sie dann ausgehärtet sind, sind die Polkagrieser fertig. Man kann die Stangen solange sie noch weich sind, auch mit der Schere in kleine Stücke schneiden und schon sind Bonbons entstanden. Auf diese Art und Weise füllen sie die Geschäfte und somit die Kassen von Gränna. (Auch wir sind dem Kaufrausch erlegen…)
Wir fuhren auch ins ca. 30 km entfernte Jönköping und Huskvarna, um dort sowohl das Streichholzmuseum, als auch das Fabriksmuseum anzusehen. Im Streichholzmuseum erfährt man eben alles über die Erfindung des Streichholzes und wie es einst in Kinderarbeit (hier in Jönköping) gefertigt wurde und wie dann im Zuge der industriellen Revolution Maschinen die gesundheitsgefährdende Arbeit übernahmen, allerdings den Menschen auch die spärliche Einnahmequelle genommen wurde.
Im Fabriksmuseum erfährt man, dass die Husqvarna-Werkzeugschmiede zunächst eine Waffenschmiede war. Auch änderte sich alles mit der industriellen Revolution und man ging dazu über, Herde, Motorräder, Nähmaschinen und heutzutage auch Kettensägen und Rasenmäher herzustellen. Übrigens habe ich mich hier nicht verschrieben, der Ort Huskvarna schreibt sich mit „k“ die Werkzeugschmiede mit „q“, warum auch immer. Jedenfalls waren dies für uns zwei interessante Tage, zumal an beiden Tagen das Wetter mehr durchwachsen war, da bot es sich an, mal etwas zu besichtigen.
Das absolute „Highlight“ dieser Woche war aber die Fahrt mit der Fähre von Gränna auf die Insel Visingsö, welche mitten im Vättern liegt. Sie ist 14 km lang und 3 km breit und es wimmelt dort nur so von bildhübschen roten Häusern und Häuschen mit weißen Kanten in wunderschönen Gärten voller Blumen und Obstbäumen. Es fallen einem sofort alle Geschichten von Astrid-Lindgren ein…..
Es gibt auch eine Burg- und eine Schlossruine, sowie einen leicht verhuschten Kräutergarten, in dem es aber viele Blumen zu sehen gibt. Außerdem entdeckten wir am Wegesrand Smultrons, das sind Walderdbeeren, sie sind sehr klein, aber ungeheuer aromatisch. Wir pflückten uns eine Handvoll, ließen uns dabei von Mücken piesacken und genossen hernach den unglaublichen Geschmack.
Weitere Tage verbrachten wir in der Umgebung von Gränna u.a. in Hästholmen, einem malerischen kleinen Hafen mit nahegelegenen Felszeichnungen und auf dem Grännaberget, wo man neben der grandiosen Aussicht auch einzigartige Krabbenbrote genießen konnte. Ebenso gab es dort ein kleines Freilichtmuseum.
Viel zu schnell verging die Zeit in der wir überwiegend gutes Wetter hatten und schon kam der Abreisetag, an dem wir dann auf einen Campingplatz in der Nähe von Malmö fuhren. Sowohl der Fahrtag, als auch der Tag in Malmö war geprägt von dicken Regenwolken. Zum Glück konnten wir ohne durchnässt zu werden abspannen und aufbauen, aber schon in der Nacht begann es wieder zu regnen und hat dann bei unserer Malmöbesichtigung dazu geführt, dass wir doch recht oft in Läden und Kaufhäuser gingen, um wieder etwas zu trocknen. Erst am späteren Nachmittag hörte der Regen auf, so dass wir den Turning Torso, das 190 m hohe Bürohaus, das aussieht, als sei es in sich verdreht noch gut fotografieren konnten.
Von Malmö aus ging es zurück über die Öresundbrücke nach Dänemark und mit der Fähre nach Schleswig-Holstein. Hier verbrachten wir noch zwei schöne Tage mit unseren Freunden K+B bei gutem Wetter. Samstag abend gab es sogar ein Feuerwerk zum Abschluss eines tollen Urlaubes.
So, liebe Leserinnen und Leser, hiermit schließe ich für dieses Mal. Wir melden uns wieder, wenn wir wieder "auf Tour" gehen. Bis dahin, bleibt alle gesund und fröhlich. Eure DuC