dicker Pott auf den Weg nach Hamburg

dicker Pott auf den Weg nach Hamburg

Mittwoch, 20. Juli 2011

20. Juli 2011

Hallo alle miteinander, wir melden uns jetzt noch einmal um von unserem letzten Reiseabschnitt zu erzählen. Wir waren also gut in Gränna angekommen und haben dann natürlich den Ort mit seinen Polkagrieskochereien ausgiebig angeschaut und besucht. Polkagriesa, was ist das? Das sind ursprünglich rot-weiße Zuckerstangen mit Pfefferminzgeschmack. Das ist der Ursprung, natürlich gibt es diese Zuckermasse heutzutage in fast jeder erdenklichen Farbe, Form und Geschmacksrichtung zu kaufen. Wenn man aber in eine der zahlreichen Polkagries-Kochereien reingeht und zuschaut, werden immer rot-weiße Stangen angefertigt. Zunächst ist die „Wurst“ ca. 15 cm im Durchmesser und nur weiß, dann kommt ein roter Zuckerstrang dazu und das ganze wird verdreht, so dass eine rot-weiße Spirale entsteht, diese wird dann durch beständiges Rollen immer länger, wird halbiert und wieder gerollt und wieder halbiert und so weiter, solange bis eine ganze Menge kurzer, (ca. 20 cm), fingerdicker rot-weißer Stangen entstanden sind. Wenn sie dann ausgehärtet sind, sind die Polkagrieser fertig. Man kann die Stangen solange sie noch weich sind, auch mit der Schere in kleine Stücke schneiden und schon sind Bonbons entstanden. Auf diese Art und Weise füllen sie die Geschäfte und somit die Kassen von Gränna. (Auch wir sind dem Kaufrausch erlegen…)
Wir fuhren auch ins ca. 30 km entfernte Jönköping und Huskvarna, um dort sowohl das Streichholzmuseum, als auch das Fabriksmuseum anzusehen. Im Streichholzmuseum erfährt man eben alles über die Erfindung des Streichholzes und wie es einst in Kinderarbeit (hier in Jönköping) gefertigt wurde und wie dann im Zuge der industriellen Revolution Maschinen die gesundheitsgefährdende Arbeit übernahmen, allerdings den Menschen auch die spärliche Einnahmequelle genommen wurde.
Im Fabriksmuseum erfährt man, dass die Husqvarna-Werkzeugschmiede zunächst eine Waffenschmiede war. Auch änderte sich alles mit der industriellen Revolution und man ging dazu über, Herde, Motorräder, Nähmaschinen und heutzutage auch Kettensägen und Rasenmäher herzustellen. Übrigens habe ich mich hier nicht verschrieben, der Ort Huskvarna schreibt sich mit „k“ die Werkzeugschmiede mit „q“, warum auch immer. Jedenfalls waren dies für uns zwei interessante Tage, zumal an beiden Tagen das Wetter mehr durchwachsen war, da bot es sich an, mal etwas zu besichtigen.
Das absolute „Highlight“ dieser Woche war aber die Fahrt mit der Fähre von Gränna auf die Insel Visingsö, welche mitten im Vättern liegt. Sie ist 14 km lang und 3 km breit und es wimmelt dort nur so von bildhübschen roten Häusern und Häuschen mit weißen Kanten in wunderschönen Gärten voller Blumen und Obstbäumen. Es fallen einem sofort alle Geschichten von Astrid-Lindgren ein…..
Es gibt auch eine Burg- und eine Schlossruine, sowie einen leicht verhuschten Kräutergarten, in dem es aber viele Blumen zu sehen gibt. Außerdem entdeckten wir am Wegesrand Smultrons, das sind Walderdbeeren, sie sind sehr klein, aber ungeheuer aromatisch. Wir pflückten uns eine Handvoll, ließen uns dabei von Mücken piesacken und genossen hernach den unglaublichen Geschmack.
Weitere Tage verbrachten wir in der Umgebung von Gränna u.a. in Hästholmen, einem malerischen kleinen Hafen mit nahegelegenen Felszeichnungen und auf dem Grännaberget, wo man neben der grandiosen Aussicht auch einzigartige Krabbenbrote genießen konnte. Ebenso gab es dort ein kleines Freilichtmuseum.
Viel zu schnell verging die Zeit in der wir überwiegend gutes Wetter hatten und schon kam der Abreisetag, an dem wir dann auf einen Campingplatz in der Nähe von Malmö fuhren. Sowohl der Fahrtag, als auch der Tag in Malmö war geprägt von dicken Regenwolken. Zum Glück konnten wir ohne durchnässt zu werden abspannen und aufbauen, aber schon in der Nacht begann es wieder zu regnen und hat dann bei unserer Malmöbesichtigung dazu geführt, dass wir doch recht oft in Läden und Kaufhäuser gingen, um wieder etwas zu trocknen. Erst am späteren Nachmittag hörte der Regen auf, so dass wir den Turning Torso, das 190 m hohe Bürohaus, das aussieht, als sei es in sich verdreht noch gut fotografieren konnten.
Von Malmö aus ging es zurück über die Öresundbrücke nach Dänemark und mit der Fähre nach Schleswig-Holstein. Hier verbrachten wir noch zwei schöne Tage mit unseren Freunden K+B bei gutem Wetter. Samstag abend gab es sogar ein Feuerwerk zum Abschluss eines tollen Urlaubes.
So, liebe Leserinnen und Leser, hiermit schließe ich für dieses Mal. Wir melden uns wieder, wenn wir wieder "auf Tour" gehen. Bis dahin, bleibt alle gesund und fröhlich. Eure DuC

Donnerstag, 7. Juli 2011

07. Juli 2011

Hejsan, da sind wir mal wieder.
Da der Campingplatz in Kalmar nicht über w-lan verfügte und wir keine Lust hatten, das notebook dauernd mit uns rumzuschleppen, um in irgendeinem Cafe surfen zu können, haben uns entschieden, uns erst wieder zu melden, wenn wir nach Gränna umgezogen sind, denn von dort wussten wir, dass wir w-lan kriegen können. Soweit also gut.
Eine Woche Stensö-Camping in Kalmar liegt hinter uns. Eine tolle Woche. Wir fuhren zweimal auf die Insel Öland, einmal in den Norden. Dort waren wir in Borgholm und auf Solliden „Silvia besuchen“. Solliden ist der Sommersitz der Königsfamilie. Man kann in einem schönen Park umherlaufen und sich vorstellen, wie „Königs“ auch hier rumlaufen. In Wirklichkeit wird es so sein, dass „Königs“ hinter Bäumen und Büschen vor neugieren Blicken verborgen ein schönes Sommerhaus haben, welches gleich am Strand liegt und wo sich wirklich für sich sein können. Wie auch immer, es war schön dort, das Wetter war prima, was will man mehr? Beim zweiten Mal haben wir uns den Süden der Insel vorgenommen. Hier liegt die Stora Alvar, eine riesige Kalkebene, auf der nur sehr wenig Bewuchs zu sehen ist. Man kann dort an verschiedenen Stellen reinwandern. Wir fanden sogar eine Stelle, an der der Übergang nicht über Holztreppen, sondern über eine kleine Holzbrücke geht, so dass wir es versuchten, auch mit dem Rollstuhl dort ein Stück voran zu kommen. Wir kamen ein gutes Stück hinein, aber dann war der Boden doch zu uneben und wir hätten Schäden am Rollstuhl riskiert, was wir auf keinen Fall wollten. Aber immerhin haben wir einen Eindruck bekommen, was es heißt in der Stora Alvar zu wandern. Auf Öland kann man auch immer jede Menge Windmühlen sehen, sie sind anders wie wir sie gewohnt sind (siehe Foto).
An zwei Tagen war das Wetter nicht so prickend. Einen Tag haben wir damit verbracht, zu Fuß vom Campingplatz aus in die Stadt zu laufen und haben dabei richtig tolle Ecken gesehen, die wir, wenn wir mit dem Wagen gefahren wären, niemals zu Gesicht bekommen hätten. Den anderen regnerischen Tag haben wir im sog. Glasriket verbracht, im Glasreich. Wir waren in insgesamt drei Glashütten, wo man in zweien den Glasbläsern bzw. Glasbläserinnen über die Schulter schauen konnte. Es fasziniert uns immer wieder, wenn aus dem rotglühenden Klumpen, den sie aus dem Ofen holen eine filigrane Schale, Vase oder Ähnliches wird. Wir schauen gerne und lange zu und am Ende finde ich im angeschlossenen Shop immer etwas Schönes, dass ich dann gerne mit nach Hause nehme, um mich dort immer wieder darüber zu freuen und mich an den Urlaub zu erinnern.
Schnell verging die Woche auf dem schönen Campingplatz, auf dem man fast täglich neue Nachbarn hatte, denn dies war kein Platz auf den man fährt, wenn man mit Kindern Strandurlaub machen will. Da ist man auf Öland besser aufgehoben. Dieser Platz war klassisch für Urlauber wie wir, die einen zentralen Standpunkt benötigen, um von dort aus ihre Ausflüge machen zu können.

Am 06. Juli sind wir dann wieder umgezogen und zwar nach Gränna an den Vätternsee. Hier gibt es jedenfalls wieder w-lan und deshalb erfolgt auch gleich der neue Eintrag ins Tagebuch. Was wir hier erleben werden, werden wir dann noch im Einzelnen berichten. Bis dahin bleibt uns gewogen, tschüss bis zum nächsten Eintrag D+C

Dienstag, 28. Juni 2011

28. Juni 2011

Hallo alle miteinander,
wir sind wieder auf Reisen und es ist wieder herrlich. Nach einer ziemlich anstrengenden, weil durch Stau’s und Baustellen langen, Anreise am 23. Juni erreichten wir um 19.00 Uhr endlich die schöne Insel Fehmarn und hier den Campingplatz Miramar. Dort verbrachten wir schöne und erholsame Tage, bekamen Besuch von K+B und B+H, langjährige Freunde, die in Schleswig-Holstein wohnen bzw. hier Dauercamper sind. Wir liefen durch Lemkenhafen und versorgten uns mit köstlichem Räucherfisch und besichtigten eine 224-Jahre alte Segel-Windmühle. Alles sehr gut erhalten. Hier konnte D. jedoch nur die untere Etage ansehen, die Leitern rauf ging es mit dem Rollstuhl natürlich nicht. Er konnte sich aber einen guten Eindruck verschaffen.

In Burgstaken kann man immer schöne Kutterfotos machen, wie man sieht.

Sonntag ging es dann weiter mit Sack und Pack auf die Fähre von Puttgarden nach Rødby. Ich hatte ja etwas Bedenken, ob alles klappt, schließlich fuhren wir zum ersten Mal mit Gespann auf die Fähre. War aber kein Problem. Flott ging es durch Dänemark und schon waren wir an der Öresundbrücke, die uns dann endgültig nach Schweden brachte. Über eine gut ausgebaute Europastraße gelangten wir schon am Nachmittag nach Ystad, auf den Sandskogen Campingplatz. Wir stehen hier wunderbar zwischen und unter Bäumen in mitten herrlicher Natur. Zum Strand ist es nicht weit und nach Ystad sind es grade mal 4 km. Gestern waren wir dann auf „Wallander-Spurensuche“. Es gibt hier Broschüren, mit deren Hilfe man wunderbar die Originalschauplätze der Wallander-Krimis und die Drehorte der Wallander-Krimi-Verfilmungen finden und ansehen kann. So sahen wir seine Lieblings-Konditorei, das Hotell Centralen, das Kloster, die Film-Polizeiwache und vieles mehr, natürlich auch die Maria-Gatan, in welcher Wallander lange Zeit wohnte. Ganz nebenbei machten wir einen schönen Stadtrundgang und hatten Gelegenheit die gemütlichen Gassen entlang zu gehen und die wunderbaren Haustüren mit den Stockrosen zu sehen und natürlich zu fotografieren. Rollstuhlparkplätze und –toiletten zu finden ist in Schweden überhaupt kein Problem, das war hier schon immer sehr vorbildlich.

Heute ging es dann nach Kåseberga, einem Mini-Fischer-Dörfchen. Das absolut Sehenswerte dort sind Ales Stenar, das sind 59 Steinblöcke in Form eines 67 m langen und 19 m breiten Schiffes. Es ist ein schöner Flecken Erde, auf dem dieser Steinkreis zu sehen ist, einziger Nachteil, sie liegen oben auf den Klippen, während der Parkplatz und der kleine Ort unten auf Meereshöhe sind. Da hatten wir ganz schön was tun, bis wir D. dort hochgeschoben hatten. Wie schon so oft, in so einer Situation gab es jedoch wieder einen hilfsbereiten jungen Mann, der mir half, D. dort rauf zu bringen.

Spektakulär soll es dort während des Sonnenauf- oder untergangs sein, vor allem zur Zeit der jeweiligen Sonnenwende, dann treffen sich hier die Sonnenwendjünger und feiern. Wir sind mittags dort, da ist es ganz einfach schön, aber durch und durch un-mystisch…..

Der „Abstieg“ war dann doch einfacher, wenngleich die Bremsen am Rolli fast rauchten, so wurden sie strapaziert. Das Mittagessen in der Fisch-Räucherei von Kåseberga schmeckte danach besonders gut. Den Nachmittag verbrachten wir schön gemütlich am Wasser, wir schauten noch kurz in das kleine Museum der Seenotrettungsgesellschaft rein und schon war es wieder an der Zeit, zum Sandskogens Camping zurück zu fahren.

So, das soll es für heute sein. Wir melden uns wieder, wenn wir den Standort gewechselt haben. Bis dahin, bleibt uns gewogen, hjärtliga hälsningar D+C.




Sonntag, 16. Januar 2011

Tagebuch ist wieder online

Hallo ihr lieben Tagebuchleser, es ist mir geglückt, das Tagebuch ist wieder online. Hurra. Jetzt kann ich endlich von unserem Urlaub auf Mallorca berichten.
Nachdem es hier wochenlang geschneit hatte wie verrückt, konnten wir den 27. Dezember 2010 kaum erwarten. Vorher gab es noch einen Tag lang etwas Unruhe, da am Heiligabend der Flughafen Dortmund wegen starkem Schneefall gesperrt wurde. Aber als wir am 27. dann flogen, war alles gut und wir kamen planmäßig weg.
Gegen 13.00 Uhr landeten wir in Palma bei blauem Himmel und wunderbarem Sonnenschein, Temperaturen um die 15 Grad C. Es war wie ein Rausch, das viele Licht, die Sonne, die farbige Natur (uns wurde jetzt erst bewußt, wie einheitlich grauweiss unsere Welt hier geworden war)die milden Temperaturen und der wunderbare Geruch nach Süden. Ich kann es nicht anders beschreiben, aber so riecht die Natur nur im Süden von Europa.
Jetzt begann der Urlaub also. Wir hatten uns einen Kombi ausgeliehen, da konnte ich den Rollstuhl prima reinladen und mit dem Wagen kurvten wir wieder kreuz und quer über die Insel. Wir fuhren nach Alcudia und Port Alcudia im Norden der Insel und nach Sóller im Westen und immer wieder an die Südküste, denn hier ist im Winter die Sonne am längsten zu haben, es sind dort auch keine Berge, die schon um die Mittagszeit Schatten machen, wie etwa im Westen im Tramuntana-Gebirge. Außerdem ist die Südküste mit einer fast durchgehenden Uferpromenade kilometerweit super mit dem Rollstuhl zu erleben. Rollstuhlparkplätze gibt es in jedem Ort und immer gut erreichbar und so läuft man halt einen Tag von Can Pastilla Richtung Arenal, den anderen Tag von Can Pastilla Richtung Portixol, wieder an einem anderen Tag von Portixol nach Can Pastilla und immer sieht die Uferstraße wieder anders aus und man erlebt sie Tag für Tag neu. Jedenfalls ist uns dies in den 10 Tagen nicht langweilig geworden. Wir hatten auch großes Glück mit dem Wetter, so dass wir jeden Tag unterwegs sein konnten. Port Sóller wurde unglaublich umgebaut und hat seit dem sehr viel gewonnen. Der alte Hafen wurde toll hergerichtet und hat jetzt viele neue Stege und Anlegeplätze, ein tolle Promenade mit Cafés und Restaurant lädt zum Sitzen ein. Erfreulicherweise hat die Marina eine Rollstuhltoilette, was uns natürlich sehr zu Gute kam, denn das war bisher in Port Sóller immer ein Problem.
Gerne liefen wir natürlich auch in Palma die Uferstaße entlang. Hier haben wir dann -ebenfalls in der Marina- auch eine Rollstuhltoilette entdeckt. Man darf sich nur nicht von der Schranke am Eingang der Marina abschrecken lassen, wenn man als Fußgänger reingeht ist es auch kein Problem, es sind ja auch zwei Cafés in der Marina. Außerdem haben wir eine Rollstuhltoilette im Estacio Maritimo entdeckt, dort legen die großen Krauzfahrtschiffe an. Ob dieser "Bahnhof" jedoch geöffnet ist, wenn kein Schiff dort angelegt hat, wissen wir nicht. Wenn gar nichts mehr geht, kann man als Rollstuhlfahrer zur Not immer noch bei McDonalds auf die Toilette gehen, ebenso bei KFC. Das macht man natürlich nicht so gerne, wenn man dort eigentlich nichts essen und trinken möchte. Aber zur Not geht es eben. Soviel zum Thema Toiletten.

Die Silvesternacht haben wir in diesem Jahr gerne wieder in Palma verbracht, auf der open-air-Party auf der Plaza de Cort war wieder Superstimmung. Die Böllerei ist in Spanien nicht so weit verbreitet, das sind dann eher die deutschen Touries, die das Zeug mitgebracht haben.

Lustig anzusehen ist die Kleiderordnung im Winter auf Mallorca. Während die Deutschen und die Briten ausziehen, was sich nur ausziehen läßt (Socken gleich am Flughafen) und die Damen auch bei 15 Grad gerne im Trägertop und die Herren in kurzen Hosen rumlaufen, weshalb diese Touries dort auch gerne "die Hemdlosen" genannt werden, zeigt die Mallorquinerin an sich gerne, welch hübsche Wintergarderobe sie doch hat. Was dazu führt, dass -und das haben wir wirklich so gesehen- im Hafen von Sóller die einen im Trägerhemdchen die Sonne anbeten, während die anderen im Nerzmantel !! daran vorbeiflanieren, bei Temperaturen von 15 ° C. Die meisten allerdings laufen normal rum, Jeans, Hemd, leichte Jacke und Schuhe und Strümpfe. Aber diese Extreme fallen natürlich auf.

So, jetzt komme ich zum Ende, ich könnte noch viel mehr schreiben, aber ich will euch nicht langweilen. Bleibt uns gewogen und ich hoffe ihr schaut bei Gelegenheit mal wieder hier rein. Bis dahin alles Liebe DuC

Dienstag, 6. Juli 2010

Dienstag, 06.07.2010

Hallihallo, tja, da sind wir wieder. Urlaub ist rum, wir wieder zuhause. Wie doch die Zeit rennt, wenn man eigentlich genug davon haben sollte. Wir haben jedenfalls die letzte Woche in Étréham gut genutzt und noch viel unternommen und gesehen. Wie ich letztens schon schrieb, kannst du der Geschichte hier nicht ausweichen, da die Landung der alliierten Truppen 1944 ja auf einem Abschnitt von 80-100 km stattgefunden hat, hat natürlich auch so ziemlich jeder Ort aus den verbliebenen Resten der Schlacht sein eigenes Museum oder Mahnmal gemacht. Angefangen im Norden in Saint-Mère-Eglise, der ersten befreiten Stadt, wo noch heute eine Puppe im Fallschirm als Erinnerung an einen Fallschirmspringer am Kirchturm hängt, bis rüber fast zur Seine-Mündung, wo dann die Steilküste wieder beginnt. Auch wir haben uns wieder einige Ausstellungen und einen Film in einem 360-Grad-Rundum-Kino angesehen. Das war beeindruckend, weil sie dort heutige Ansichten der Landungsstrände und befreiten Orte mit den dröhnenden Motoren der damaligen Flugzeuge, Schiffe und Panzer gemischt hatten und immer wieder geschickt Originalaufnahmen mit Aufnahmen von heute mischten und überblendeten. Sehr gut gemacht und sehr beeindruckend, weil man auch aufgrund des Dröhnens der Motoren das Gefühl hatte, selber mitten drin zu sein.
Allerdings haben wir zwischendrin auch die schönen alten Städte Caen und Bayeux besucht und uns dort wieder von Kirchen und altem Gemäuer begeistern lassen. Abends fuhren wir dann gerne nach Port-en-Bessin, 4 Kilometer von Reine(Königin)Matilde, unserem Campingplatz entfernt, um dort noch etwas am Hafen zu sitzen oder D. sogar zu stehen, denn dort gab es ein prima Geländer, das er gut fassen konnte, um dort mal wieder für eine halbe Stunde die aufrechte Haltung zu genießen. In Port-en-Bessin habe ich auch wieder einen ganzen Stapel Jacobsmuscheln gesammelt, die hier zu tausenden im Sand liegen, stecken, kleben. Sie sind Handteller-groß und schimmern von weiß über gelblich bis fast dunkelbraun. Jeder sammelt da welche auf, man kann gar nicht anders. Man nennt diesen Küstenabschnitt hier auch ja die Perlmuttküste, jetzt weiß ich auch warum….
Leider war dann am Samstag, schon wieder Zeit, Abschied zu nehmen, von Sonne, Wind, Möwen, Meer, gutem Essen und Wein. Von Étréham aus fuhren wir über die Autobahn bis Amiens in der Picardie. Eigentlich wollten wir nicht in die Stadt mehr rein, die gewaltige Kathedrale hatten wir vor drei Jahren schon bewundert. Aber zufällig las ich auf einer Karte mit Besichtigungstipps von dem Viertel Saint-Leu in Amiens. Also fuhren wir doch rein, wir waren auch um 15.00 Uhr schon auf dem Campingplatz und hatten flott aufgebockt und alles wieder eingerichtet. Saint-Leu ist ein Viertel das von einem Kanalsystem durchzogen ist. Man kann wunderbar entlang der Kanäle spazieren, auf der Landseite hat man dann Restaurants, Cafés, kleine Läden. Also, mit einem Wort: richtig was für uns. Wir sind dann sehr gerne den empfohlenen Rundgang gegangen, der an der riesigen Kathedrale endete. Unterwegs hörten wir aus den unzähligen Lokalen, die alle Bildschirme für das Spiel Deutschland-Argentinien aufgestellt hatten, die Jubelschreie. So waren wir, trotz Besichtigungstour, bestens über den Stand des Spiels im Bilde. Schön, dass wir auf der Rückfahrt noch so einen schönen Nachmittag hatten und der Tag nicht nur von Autobahn und Mautstellen geprägt war. Die letzte Etappe auf unserer „Tour-de-Normandie“ führte uns dann nach Hauthalen in Belgien. Eigentlich hätten wir es auch an diesem Tag bis nach Hause schaffen können, aber dann hätten wir nicht die gigantischen Solarzellen auf dem Campingplatz erlebt. Dort standen, auf mehreren Metern hohen Säulen Solarzellentafeln von mehreren Metern Größe, mit jeweils 30 Solarzellen drauf. Diese drehten sich mit der Sonne, so dass sie immer die maximale Sonnenstrahlung auffangen konnten. Sie erinnerten mich irgendwie an riesige Blüten, die sich ja auch gerne zur Sonne drehen. Montag morgen, es war recht bewölkt, da lagen die Solarzellen platt nach oben zum Himmel gewandt, um auch das letzte bisschen an Sonne aufzufangen. Allerdings mutete es alles ziemlich futuristisch an und ich weiß nicht, ob ich auf diesem Campingplatz längere Zeit hätte bleiben wollen. Vielleicht hätte man sich ja an die Ansicht gewöhnt….Wie auch immer, für uns war dann Heimfahren angesagt, was wir auch ohne weitere Umwege machten und da sind wir nun wieder.
Wir haben aber schon wieder weitere Reisepläne geschmiedet und sind wild entschlossen, den Sommer und unseren Wohnwagen so viel wie möglich zu nutzen, um „auf 3 Achsen“ und im Rollstuhl unterwegs zu sein. Wir melden uns wieder, bis dahin euch allen einen schönen Sommer, schöne Urlaube, wohin immer sie euch auch bringen mögen und kommt alle so gut wieder nach Hause wie wir.
Es grüßen euch herzlich DuC

Sonntag, 27. Juni 2010

Sonntag, 27.06.2010

Hallo alle zusammen. Jetzt sind wir schon über zwei Wochen unterwegs, und es lohnt sich zu berichten. Die Anreise hatte gut geklappt und wir fuhren über Mons in Belgien (1 Nacht) nach Veules-les-Roses in der Haute-Normandie (die hohe Normandie). Der Campingplatz lag super, hoch oben auf den Klippen, war rollstuhlgerecht, allerdings konnte man das Meer von unserem Platz aus nicht sehen. Wir haben es jedoch gehört. Es hat die ganze Woche, in der wir dort waren gestürmt wie verrückt. Es war morgens meistens bedeckt, aber mit einsetzender Flut, gegen Mittag klarte es auf und es wurde herrlich sonnig, bei unverändertem Sturm! Wir machten viele Ausflüge, u.a. nach Fécamp, Le Havre, Dieppe, Étretat, St. Valery en Caux. In allen Orten kamen wir gut zurecht, die Bordsteinkanten waren zwar meistens nicht abgesenkt, aber die Zugänge zum Strand und den entsprechenden Promenaden waren immer rollstuhlgerecht. Wobei es offenbar nur in Le Havre Strandrollstühle zum Ausleihen gab. Da es sich überall um Kiesstrände handelte, wäre man mi t dem Rollstuhl nicht ins Wasser gekommen. Allerdings waren jetzt die Temperaturen auch nicht entsprechend. Rollstuhlgerechte Toiletten gab es überall, manchmal musste man etwas suchen, aber es gibt sie wirklich überall, ebenso wie ausreichend Rollstuhlparkplätze. Die sind hier meistens gut sichtbar mit einer großen blauen Fläche kenntlich gemacht. Wie gesagt, es hat gestürmt wie verrückt und teilweise war die Luft so von Salz durchzogen, dass sowohl das Wohnie als auch der Bus aussehen, als wäre es Winter und wir wären eine frische „gesalzene“ Straße lang gefahren.
Am Samstag, den 19.06. sind wir dann von der Haute-Normandie in die Basse-Normandie, (die untere Normandie) umgezogen. Die Fahrt ging gut und um 15.00 Uhr waren wir schon da. Die Landschaft hat sich jetzt verändert. Die hohen Kreidefelsen sind weiten Sandstränden gewichen. Zwar gibt es hier auch noch die eine oder andere Falaise (Klippe) aber nicht mehr so hoch und so weiß wie oben in Veules-les-Roses. Wenn hier die Ebbe einsetzt, dann fallen ewig weite Sandflächen frei, allerdings kommt die Flut auch sehr zügig, wenn sie denn zurückkommt. Hier ist der Campingplatz viel weitläufiger, wie der letzte. Wir gehen vom Campingplatz über die Straße und dann noch ein kleines Stück und schon sind wir an kilometerlangem Sandstrand. Mal sehen, was wir hier so alles sehen werden. Wir werden es euch berichten.
So war der Stand, von dem ich ausging, ihn in den blog schreiben zu können. Jedoch ist das hier mit dem Internet nicht so ganz einfach. Internetcafés gibt es so gut wie gar nicht. Als wir dann in Ville Dieu les Poeles endlich in einer städtischen Bücherei einen Internetzugang gefunden hatten, konnte der dortige PC mit meiner geschriebenen Datei nicht umgehen. Ich hatte leider vergessen, ihn als .txt abzuspeichern und mit meiner modernen word-Version konnte der Rechner nichts anfangen. Shit happens. Also kam es nur zu dem schmalen Eintrag, den ihr hoffentlich schon gelesen habt.
Wir machten von Jullouville aus Ausflüge nach Granville, nach Barneville-Cateret, nach Ville Dieu les Poeles, nach Avranches und nach St. Malo. Überall hat es uns gut gefallen und überall kamen wir gut zurecht. Nur das Wort „abgesenkte Bordsteinkante“ scheint im französischen nicht so vorzukommen. Es schüttelt D. manchmal ganz schön durch, wenn wir zum Kopfsteinpflaster dann auch noch damit zu kämpfen haben. Aber wir wollen uns nicht beklagen. Es war überall so schön, dass wir uns davon nicht die gute Laune haben verderben lassen. Die ganze Woche über hatten wir Superwetter. Blauer Himmel, Sonne, warm aber nicht heiß und kein Sturm mehr . Einfach phantastisch.

Mittlerweile ist auch diese wunderbare Woche schon wieder herum und wir haben wieder den Standort gewechselt. Wir sind jetzt in Etreham, bei Port- en-Bessin, an der Landungsküste, der Küste von der 1944 die Befreiung Europas ausgegangen ist. Hier begegnet einem unsere Geschichte unübersehbar immer wieder. Und das ist auch gut, das darf niemals vergessen werden. Wir können jetzt noch nicht viel sagen, sind wir ja eben erst angekommen. Hier gibt es jedenfalls Wi-Fi (das französische Wort für W-Lan) . Das werde ich mir dann mal organisieren, man muss wohl dafür in die „Bar“ gehen, das macht aber nichts, denn dort steht auch der Bildschirm für die Übertragung der WM-Spiele….. So, das soll es für heute sein, mal sehen, ob ich in den nächsten Tagen einen Wi-Fi-Zugang kriege und dies hier alles online stellen kann.
Bis dahin, liebe Grüße, bon journee DuC.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Mittwoch, 23.6.2010

Hallo alle zusammen; nun hatte ich einen so schoenen Text geschrieben und endlich, endlich einen Internetzugang gefunden; jetzt kann ich hier den Text nicht kopieren! Also auf die Schnelle. Nach der ersten Woche in der Haute-Normandie [der oberen] Normandie, sind wir jetzt in der basse der -unteren- Normandie. Boah- die Tastatur ist anders belegt, was fuer eine Qual. Das Wetter ist bisher prima, in der ersten Woche viel Wind, Aber immer Sonne! Die Berichterstattungen ueber die Rollstuhlzugaenglichkeiten erspare ich mir mit dieser Tastatur und schreibe euch lieber wieder, wenn wir zurueck sind. Jedenfalls geht es uns gut und auch das Fahren mit dem Wohnwagen geht ganz gut. Bis bald, wir melden uns bei Gelegenheit wieder, aber das ist hier echt schwierig. Liebe Gruesse DuC: