dicker Pott auf den Weg nach Hamburg

dicker Pott auf den Weg nach Hamburg

Freitag, 14. Juni 2013

Mosel Juni 2013



Hallo zusammen, gegen Ende unserer Reise an die Mosel wollen wir euch doch kurz berichten, wie es uns ergangen ist. 

Am Donnerstag, den 06.06. fuhren wir an den Gülser Moselbogen auf den Campingplatz gleichen Namens. Güls ist ein Stadtteil von Koblenz und der Campingplatz liegt hoch genug, um nicht von dem Hochwasser betroffen gewesen zu sein, welches ja auch teilweise den Rhein betroffen hatte, dazu später mehr.
Wir haben es langsam angehen lassen und sind in den ersten Tagen nur zum Einkaufen gefahren und sind zu Fuß vom Campingplatz in beide Richtungen die Mosel entlang gelaufen. Wir hatten dann auch zwei regnerische Tage, an denen wir uns u.a. damit beschäftigt haben, das mobile Internet ans Laufen zu kriegen, was gar nicht so einfach war, aber nach mehreren Anrufen bei der hotline klappte es dann. Jetzt konnten wir uns auch wieder darum kümmern, welche Plätze wir auf unserer Sommerreise durch Schweden aufsuchen wollen. 

Natürlich waren wir auch mehrmals in Koblenz. Das ist ja wirklich eine schöne Stadt, das hatten wir so gar nicht geahnt. Klar, das deutsche Eck, davon hatten wir schon gehört, Festung Ehrenbreitstein, natürlich auch. Aber die schöne Altstadt, die tolle Uferpromenade sowohl an Mosel als auch an Rhein und die Seilbahn rauf zur Festung Ehrenbreitstein mit dem BuGa-Gelände unten am Rhein und oben rund um die Festung, das haben wir so nicht gewusst. Und was uns besonders begeistert hat, dass alles sehr rollstuhlgerecht ist und es auch an entsprechenden Toiletten nicht mangelt und diese sogar in den Stadtplänen eingezeichnet sind und es sogar eine 5-seitige Broschüre für ein rollstuhlgerechtes Koblenz gibt. Das hat man nicht so oft.  Danke Koblenz.

Bei unserem ersten Besuch in Koblenz hatte der Rhein noch mächtig Hochwasser und rauschte gewaltig nach Norden. Man konnte ganz deutlich am deutschen Eck erkennen, wie sich die Mosel mit ihrem klarem Wasser mit dem Rhein, der aufgrund des Hochwassers flußaufwärts braun daher kam, vermischte.
Die Fahrt mit der Seilbahn, übrigens die größte in Deutschland, außerhalb der Alpen war  beeindruckend. Schöne, große Gondeln, die über den Rhein und zur Festung raufschweben. Oben angekommen, hat man die Wahl, zwischen den Gärten und Grünflächen der Bundesgartenschau 2011 und der Festung. Wir sind zuerst durch die Gärten gelaufen und haben auch das Aussichtsbauwerk erklommen, welches aus Holz, dreieckig über schräge Wege stetig aufwärts geht, bis man eine sagenhafte Aussicht über das deutsche Eck und den Rhein und die Mosel hat. Sodann sind wir in die Festung rein. Es ist ein gewaltiges Bauwerk mit zig Wehrgängen und Türmen, Innenhöfen undsoweiter. Was uns sehr beeindruckt hat, dass alles mit dem Rollstuhl erreichbar ist. Oftmals ist für Rollstuhlfahrer in Burgen nur der Innenhof, allenfalls noch die untere Etage via Rampe erreichbar. Hier nicht. Hier gibt es überall hin Aufzüge, bzw. Plattformlifte, die sich mit dem Eurokey (dem Toilettenschlüssel für öffentliche Toiletten, den eigentlich jeder Rollifahrer hat) betätigen lassen. Genial. So konnte D. bequem per Plattformlift über die steilen und holprigen Kopfsteinpflasterwege nach oben kommen und ich musste nicht so schuften, bzw. die Wege waren teilweise so steil, dass D. unten gewartet hätte. An und in allen anderen Gebäudeteilen hatte man Aufzüge installiert, die sich auch gut in die alte Bausubstanz einfügten. Dies versetzte uns die Lage vom Fahnenturm ganz oben, bis zur Ausgrabung ganz unten, alles ansehen zu können. In der Ausgrabung wurde eine beeindruckende Multimediapräsentation gezeigt, die einem die wechselvolle Geschichte der Festung näherbringt. Verschiedene weitere Ausstellungen ließen die Zeit wie im Flug vergehen und schon war es an der Zeit, mit der Seilbahn wieder nach Koblenz runterzuschweben. Die Seilbahn soll jetzt wieder abgebaut werden, da die Unesco das so möchte. Die Bahn verschandelt nämlich das gesamte 65-km  lange obere Mittelrheintal, welches zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Da mag sich jede/r seine/ihre eigene Meinung machen. 

Ein weiterer Ausflug brachte uns nach Kobern-Gondorf an der Mosel. Ein hübsches, kleines Örtchen voller Weinlokale in schönen Häusern rund um einen alten Marktplatz. Direkt hinterm Dorf gehen die steilen Weinberge los und es beeindruckt uns immer wieder, mit wie viel Mühe hier der Wein angebaut wird, den unsereins so gerne trinkt. Große Erntemaschinen, wie wir sie aus dem Elsass kennen, können hier gar nicht zum Einsatz gebracht werden, da ist doch weitgehend Handarbeit gefragt. Die Hänge sind so steil, dass teilweise nur 2-3 Reihen der Rebstöcke nebeneinander sehen, dann geht es schon wieder eine Stufe höher.
Jetzt bleiben uns noch zwei Tage an diesem schönen Fleckchen Erde und dann geht es wieder nach Hause.

Macht es erstmal alle gut, wir melden uns wieder. Bis bald DuC

Dienstag, 21. Mai 2013

Frühling in Ostfriesland, Teil II



Hallo zusammen, 

wir melden uns wieder von zuhause. Seit Sonntag sind wir wieder zurück. Die Zeit nach unserem letzten Eintrag verging wie im Flug. Mit dem langen Wochenende kamen ja die Eisheiligen und damit leider auch in Ostfriesland kühleres Wetter. Man brauchte jetzt wieder den Anorak und wer einen Schal oder eine Kappe hatte, war auch gut dran. Uns hat das ja nicht davon abgehalten, rauszugehen und uns draußen aufzuhalten. Einmal sind wir jedoch fies nass geworden, war jedoch auch eigene Dummheit, da wir –im Hafen sitzend und begeistert von der schönen Atmosphäre dort- die Wolken nicht weiter beobachtet hatten. Es hatte an diesem Tag auch öfters schon mal geschauert und wir hatten dann nicht mitbekommen, dass dies mehr als ein Schauer war, was da aufzog. Nun denn, es begann recht harmlos und wir schützten uns zunächst mit Schirm und Strandkorb, aber es wurde immer mehr und es sah auch nicht mehr nach baldiger Besserung aus. Also:  Kapuze auf, Augen zu und durch. Mit meinem flottesten Schritt den kürzesten Weg gegangen und so kamen wir dann moderat durchnässt im Wohnwagen an. Aber man hat ja Handtücher, eine Heizung und heißen Tee und so war es dann gar nicht so schlimm. An den nächsten Tagen haben wir dann auch besser aufgepasst. 

Sonntag, den 12.05. sind wir nach Wilhelmshaven gefahren und haben uns das Weltnaturerbe-Wattenmeerhaus angeguckt. Draußen regnete es mal mehr mal weniger, so haben wir uns ausgiebig über das Wattenmeer und seine Flora und Fauna schlau gemacht und in einer Sonderausstellung jede Menge über Wale gelernt. Am späteren Nachmittag kam dann doch noch die Sonne raus und so konnten wir noch schön an der Strandpromenade des Südstrandes spazieren gehen. Über Hooksiel, Horumersiel und Elisabethgroden sind wir dann nach Neuharlingersiel zurückgefahren. 

In den folgenden Tagen waren wir meistens in den schon beschriebenen Häfen Neuharlingersiel, Bensersiel und Harle/Carolinensiel unterwegs. Mal früher mal später am Tag, je nach Wetterlage. Ab Donnerstag vor Pfingsten füllte sich der Campingplatz dann wieder, um dann an Pfingsten vollends ausgebucht zu sein. Die Menschen, die nur für die Pfingsttage kamen, konnten einem echt leid tun, da sie wirklich kaltes, regnerisches Wetter hatten. Zumal es dann auch abends noch Gewitter und heftigen Regen gab. Wir sind am Sonntag nach Hause gefahren (war aber  so geplant und war nicht dem Wetter geschuldet) und werden für ca. 2 Wochen erstmal hier bleiben. Wir melden uns wieder, sobald wir was zu berichten haben. Bis dahin grüßen wir euch alle herzlich. Macht es gut, Grüße von DuC

Freitag, 10. Mai 2013

Frühling in Ostfriesland, Teil I



Hallo alle miteinander,
da sind wir also wieder. Dieses Mal zog es uns nach Ostfriesland, nach Neuharlingersiel. Hier waren wir schon mehr als 10 Jahren nicht mehr. Wir fuhren also am Freitag, den 03.05. los und kamen tatsächlich staufrei  hier an. Auch gab es, erstaunlicherweise, kaum Baustellen. Wir bezogen also unseren Platz, ganz am Rand des riesigen Campingplatzes mit Blick auf einen kleinen See. Auf diesem See ist eine Schar Wildgänse, die immer wieder aufsteigt und wieder landet. Das Geräusch was sie dabei  verursachen ist einzigartig und wir können gar nicht genug davon kriegen. Ebenso gibt es hier Campingenten. Wir nennen sie so, weil sie so zutraulich sind und immer zwischen den Wohnwagen rumwatscheln. Die, die immer bei uns vorbeischauen und von uns mit altem Brot gefüttert werden, haben wir sinnigerweise Daisy und Donald getauft…..

Am Samstag fuhren wir dann erstmal Vorräte einkaufen. Als wir uns danach im unendlichen Weltall auf die Suche nach dem Astra-Satelliten begaben, (will sagen, wir versuchten eine SAT-Schüssel aufzubauen und einzurichten) machte es auf einmal laut „Knall“ und da war am Rollstuhl ein Reifen geplatzt. Na super, Samstag Nachmittag, 16:00 Uhr und der Reifen platzt.  Das Team an der Campingrezeption bemühte sich, uns zu helfen und verwies uns auf einen Fahrradverleih. Anrufe bei Läden in Esens waren erfolglos, die hatten schon alle geschlossen. Aber der Fahrradverleih Klattenberg hier in Neuharlingersiel hat uns sehr engagiert geholfen. Der Schlauch den wir zuerst kauften, passte nicht, er war zu breit. Danach haben sie uns einen 22 Zoll Schlauch auf die Felge gebastelt, weil sie einen schmalen Schlauch in 24 Zoll nicht vorrätig hatten. Um 18:00 Uhr rollte der Rolli wieder und der Schlauch hat bis jetzt auch gehalten. Das war wirklich klasse, welche Unterstützung wir dort erfahren haben. Um die SAT-Schüssel haben wir uns an diesem Tag nicht mehr gekümmert.

Sonntag haben wir ganz einfach den Tag genossen, haben im malerischen Hafen  von Neuharlingersiel gesessen und die Fischkutter betrachtet.  Immer wieder sehenswert und fotogen.

Montag haben wir dann in Esens im Sanitätshaus einen passenden Schlauch gekauft (doppelter Preis wie im Fahrradladen….), sowie bei Aldi für 4 Wochen Internet, da das online-Aufladen leider auch nicht klappte. Dafür ist es uns dann endlich gelungen, im unendlichen Weltall den richtigen Astra-Satelliten zu finden…. Auch das will dann gelernt sein, aber wir sind ja noch lernfähig. 

Wir hatten bisher großes Glück mit dem Wetter und konnten jeden Tag viel Laufen, immer wieder gerne in den malerischen Hafen. Hier hat sich in den letzten Jahren einiges verändert, so zum Beispiel die Molen am Hafen von Neuharlingersiel, auf die man jetzt mit dem Rollstuhl wunderbar fahren kann, früher war das nicht möglich.
Am Mittwoch ist es dann richtig voll geworden, hier auf dem Campingplatz, denn es ist Himmelfahrt und Brückentag und so kamen die Karavanen von Caravanen. Donald und Daisy wird es freuen, finden sich doch jetzt sicherlich noch mehr Camper, die es Stückchen Brot für sie übrig haben. 

Am Himmelfahrtstag fuhren wir dann nach Harlesiel und liefen zu Fuß an der Harlepromenade entlang nach Carolinensiel zu dem schönen Museumshafen mit seinen malerischen Booten. Dieser Weg ist immer wieder schön zu gehen und jetzt wo die Osterglocken und Löwenzähne leuchtend gelb und die Tulpen, ebenso leuchtend, rot blühen, erst recht.

So, das war es erstmal wieder von uns. Uns geht es hier im Norden sehr gut und wir freuen uns weiterhin über unsere freie Zeit. Bis zum nächsten Mal, alles Liebe von Duc

Sonntag, 14. April 2013

Ostern 2013, Teil II



Hallo zusammen, jetzt wollen wir uns noch mal kurz melden.
Seit Mittwoch sind wir wieder zurück aus Holland. Die Woche nach Ostern war nach wie vor fies kalt aber meistens schön sonnig.  Wir sind nochmal nach Vlissingen und Middelburg gefahren, da wir einkaufen wollten und bei der Gelegenheit haben wir dann auch mal Ecken und Stellen angeschaut, wo wir bisher noch nie gewesen waren. Bisher waren wir ja höchstens mal 5-6 Tage dort und hatten nie viel Zeit, uns so ausgiebig umzusehen und auch Orte mehrmals aufzusuchen. Umso mehr genießen wir, dass wir jetzt so viel Zeit haben.

Wir sind auch mehrmals zu Fuß vom Campingplatz aus gelaufen, ein schöner Weg über Felder, dann durch die Dünen bis zum Strand und zu einer Seenotrettungsstation. Dort konnte man wunderbar im Windschatten sitzen und dann war es auch gar nicht mehr so kalt, denn die Sonne wärmte einen dann schön. So verbrachten wie etliche Stunden dort mit Lesen, Fotografieren und Nichtstun. Großartig. 

Am Wochenende drehte der Wind dann endlich und blies nicht mehr so kalt aus Osten. Am Sonntag fuhren wir dann in das schöne Örtchen Veere und bummelten da rum und schauten uns die schönen Häuschen und Lädchen an. Auch hier saßen wir schön in der Sonne und genossen den Tag. 

Am Mittwoch, den 10.04. war dann nun unsere Heimreise und wir bereiten uns schon wieder auf die nächste Reise vor. Wir melden uns dann wieder, lasst euch überraschen, von wo. Bis dahin, viele Grüße und macht es alle gut. 

Montag, 1. April 2013

Ostern 2013

Hallo liebe Leserin, lieber Leser,

wir sind wieder auf Tour. Wie wunderbar. Wir konnten es am Ende auch kaum erwarten. Da auch dieser Winter gar nicht enden wollte und will, war unsere Lust auf’s Verreisen riesengroß. Endlich war es soweit und da kam einen Tag vor der Abreise die mail von unserem Campingplatz, wir könnten nicht kommen. Wegen sehr viel Schneefalls sei der Platz weiterhin geschlossen und wir könnten erst am 29.03. kommen. Das verhagelte uns erstmal die Petersilie. Wir nahmen dann aber Kontakt mit Bekannten auf, die bereits in Holland waren, um eine Liveberichterstattung zu bekommen. Ja, es habe geschneit, aber wenig und taue auch bereits wieder. Also beschlossen wir, wie geplant am Dienstag, den 26.03. Wohnie aus der Inspektion abzuholen und direkt loszufahren. Statt nach Boudewijnskerke fuhren wir also erstmal nach Burgh-Haamstede. In der Tat war es dort, wie übrigens während der gesamten Fahrt, sonnig und wenige Grad über Null „warm“. Wir quartierten uns dort also für 3 Tage ein. Wir liefen zu Fuß in den Ort und fuhren mit dem Wagen umher, schauten uns die Gegend an. Dort ist es für uns nicht so gut, da man erstmal hohe Dünen überwinden muss, bevor man das Meer wenigstens mal sehen kann. Nahe ran kommen wir immer noch nicht wirklich, da wir nun durch den Sand müssten. Die Natur ist wunderschön dort und die Spaziergänge durch die Dünen sind auch einzigartig, jedoch gefällt es uns in Westkapelle und Umgebung besser, da dort der Seedeich asphaltiert ist und man mit dem Wagen oder auch mit dem Rolli wunderbar lange und weit am Meer entlang laufen kann, oder aber Strandboulevards einem den Spaziergang am Wasser entlang möglich machen. Wir schauten uns auch Burgh-Haamstede und Renesse an und bummelten durch die mehr oder weniger großen Geschäftchen. Renesse ist wohl mehr für Sommerferien gemacht, mit Bar’s und Disco’s, sowie sehr viel Außengastronomie. Dies war jetzt natürlich alles zu und somit etwas trübsinnig. Burgh-Haamstede hat uns mit seinen hübschen Häuschen viel besser gefallen. Mag aber eben auch jahreszeitbedingt sein.

Am Freitag, den 29.03. sind wir dann nach Boudewijnskerke umgezogen und tatsächlich konnten wir feststellen, dass hier wirklich mehr Schnee gefallen sein muss, als in Burgh-Haamstede. In den Gräben längs der Straßen liegt er immer noch richtig hoch und taut auch gar nicht weg. Es muss wohl sehr starke Schneeverwehungen gegeben haben, wie uns erzählt wurde. Aber auch am Freitag lachte die Sonne den ganzen Tag und mit Temperaturen um die 5° Grad konnten wir uns gut einrichten. Das Aufstellen der SAT-Schüssel bereitete uns noch etwas Kopfschmerzen, gelang am Ende aber, so dass wir nun auch deutschsprachiges Radio- und ja, wir gestehen, auch Fernsehprogramm empfangen können.

Der Karsamstag trieb uns traditionell nach Middelburg, zum Bummel durch die schöne Einkaufszone mit Geschäften, die es bei uns nicht gibt. Da es auch durch aufziehende Wolken und gleichzeitigem Wind ungemütlich war, kamen uns die vielen Geschäfte sehr gelegen und wir konnten am Ende den einen oder anderen Kauf nach Hause tragen. Danach noch schnell zum Seedeich einmal auf’s Meer gucken und dann ab zurück ins warme Wohnie. Wir mussten auch schon Gas nachkaufen, da wir natürlich derzeit viel heizen müssen. Die erste Flasche war in der Nacht von Freitag auf Samstag leer, super, mitten in der Nacht raus und Gasflasche wechseln. Als es dann wieder warm wurde, schlief es sich um so besser weiter…..

Der Ostersonntag begann wolkig, jedoch setzte sich auch bald die Sonne immer wieder durch. Die Bekannten aus Burgh-Haamstede kamen vorbei und wir fuhren gemeinsam nach Vlissingen zum Paasmarkt. Das kannten wir noch von früher, der gesamte Boulevard ist dann ein großer Markt und man kann schön schauen und bummeln, evtl. was essen, schnagern oder sogar was kaufen. Wir haben es natürlich auch so gemacht. Fast schon Tradition ist es, auf einem Markt frisch geröstete Erdnüsse und salzige Lakritze zu kaufen……(Kalorien!!)  Nach ausgiebigem Marktbummel  sind wir dann noch zum Yachthafen gelaufen, hier finden wir in „het Arsenaal“ auch immer eine Rollitoilette. Allmählich war es Zeit zurück zufahren, jedoch nicht ohne vorher in Westkapelle zum Seedeich zu fahren und dort noch eine Weile in der Sonne zu stehen und die rauschende Brandung zu genießen.
So, das war er für’s Erste. Wir wünschen euch allen noch fröhliche Ostern und wärmeres Wetter. Bis bald Duc.

Sonntag, 20. Januar 2013

27. Dezember 2012 bis 09. Januar 2013

Hallo alle zusammen,

jetzt wollen wir uns doch mal wieder melden. Leider hatte sich die w-lan-Einstellung unseres notebooks verabschiedet, so dass wir auf Mallorca nicht ins Netz konnten um „life“ zu berichten. Tücke der Technik. Nun habe ich erstmal alles so aufgeschrieben und stelle es jetzt erst ins Netz.

Wir kamen also am 27.12.2012 mittags pünktlich in Palma an, bekamen ohne große Umstände unseren Leihwagen und schon waren wir auf dem Weg nach Santa Maria del Camí. Nach einem Begrüßungskaffee haben wir uns dann erstmal eingerichtet und sind noch zum Einkaufen gefahren.

Am nächsten Tag ging es dann auch gleich los. Rein ins Auto und ab nach Inca zum Markt.  Dieser war jedoch nur  Minimärktchen und erfüllte nicht unsere Erwartungen, unserer Erinnerung zufolge ist er in Inca sonst viel größer. Da wir aber nunmal hier waren, sind wir dann zu Lidl einkaufen gefahren. Ja, ihr habt richtig gelesen zu Lidl. Das ist hier ein Superladen. Man bekommt ganz viele spanische Produkte und es gibt sogar frischen Fisch!! Also kein Vergleich zu unseren Lidl-Märkten. Danach sind wir dann aber  zur Südküste nach Coll d’en Rabassa, unserer Lieblingsstelle, gefahren. Es war ein herrlich sonniger Tag und wir waren überglücklich, endlich wieder hier in der Sonne sitzen zu dürfen.

Am nächsten Tag hatten wir uns vorgenommen zum Kloster Lluc zu fahren. Die Fahrt dahin ist schon immer ein Ereignis, geht es doch über kurvenreiche, mit vielen Serpentinen versehenen Bergstraßen. Zwischendrin immer wieder Fotostopps, um die herrliche Landschaft und das wunderbare Wetter festzuhalten. Im Kloster waren wir jetzt einige Jahre nicht mehr und es immer wieder schön, hier spazieren zu gehen und sich das Kloster und die kleine Basilika anzuschauen. Da es uns ja immer wieder ans Wasser zieht, sind wir von Lluc aus noch nach Port Pollença gefahren, um dort noch am Hafen und über die Molen zu laufen. Im Norden und Osten verschwindet nur leider die Sonne schon gegen 17.00 Uhr, je nachdem wie hoch die Berge sind die da „im Weg rumstehen“.  Wenn die Sonne untergeht, wird es dann auch flott frisch und uns zieht es zurück in unser Appartement.

Sonntag, in Santa Maria ist Markt. Da sind wir natürlich dabei. Wir versorgen uns mit Oliven, Brot und Obst, außerdem macht es riesig viel Spaß einfach rumzubummeln und das Treiben zu betrachten. Am Nachmittag sind wir dann noch in Palma am Paseig maritimo lang gelaufen, wieder bis zum letzten Sonnenstahl, hier also um 17:30 Uhr.

Silvester waren wir in Can Pastilla und sind von Balneario 14 bis 1 in Arenal gelaufen, hin und zurück knapp 10 km. Hier an der „Playa“ und überhaupt auf der Insel bemerkt man die Wirtschaftskrise schon recht heftig. Es haben viel mehr Läden und Lokale geschlossen, als sonst und auch so ist es deutlich ruhiger. Wenn ich hier „geschlossen“ schreibe, dann meine ich nicht wegen Winterzeit geschlossen, sondern verriegelt und verrammelt mit Schild dran: „zu verkaufen“.

Am Neujahrstag fuhren wir dann über die tolle Passstraße nach Port Sóller und verbrachten dort den Nachmittag. War bisher tolles Sonnenwetter gewesen, hatte es sich am Silvesternachmittag eingetrübt und war sowohl windig als auch wolkig geworden. So auch hier in Port Sóller. Die jahrelange Baustelle ist endlich fertig und man kann jetzt wieder wunderbar um die ganze Bucht rumlaufen. Port Sóller ist jetzt am Hafen und rund um die Bucht verkehrsberuhigt und man fährt durch einen Tunnel quasi unter dem Ort durch, wenn man von einem zum anderen Ende der Bucht fahren will. Natürlich konnten wir auch in diesem Jahr wieder eine Gruppe von Neujahrschwimmern beobachten, die frohen Mutes und flotten Schrittes sich in die Bucht von Sollér warfen, brrr… Wir fuhren dann noch rauf zum Phare (Leuchtturm) und machten letzte Fotos, bevor es zu dämmern begann.

Am 02.01. fuhren wir wieder zu unserer Lieblingsstelle in Coll d’en Rabassa und liefen dieses mal in die andere Richtung, nämlich bis Can Pastilla. Hier kauften wir Ansichtskarten, soweit so gut. Man bot uns gleich auch den Kauf von Briefmarken an (das passiert hier sonst nie, man soll immer zum Tabakladen oder zum Postamt gehen). Ich kaufte also hell erfreut Briefmarken und der freundliche Mensch weist mich dann auf seinen „Briefkasten“ hin und ich realisiere aber immer noch nicht, was hier abgeht. Da hat der mir Briefmarken der Swiss-Post verkauft! Ich könnte die Karten also gar nicht in den normalen Postbriefkasten einwerfen, sondern müsste jetzt erst wieder so einen Swiss-Post-Briefkasten suchen. Ich habe dann abends im Internet gelesen, dass wohl in der Schweiz die Postämter an nicht so lukrativen Stellen geschlossen werden und hier baut die Schweizer Post ein neues Geschäft auf, allerdings nur für Urlaubskarten. Manchmal kann man sich echt nur wundern. Ich habe jedenfalls die Briefmarken wieder abgepult und am nächsten Tag bei Correos „richtige“ Briefmarken gekauft und dort meine Karten auch gleich abgegeben.

Der 03.01. begann mit Regen. Als ich die Fensterläden öffnete, tropfte es und der Himmel war ein einziges graues Tuch, wie zuhause. Aber dann passierte, was man als Wuppertaler kaum fassen kann, es hörte im Laufe des vormittags nicht nur auf, nein es wurde sogar so sonnig, dass wir dann erst hier vorm Hause draußen saßen und dann doch auch noch nach Palma fahren konnten. Dort saßen wir erst vor der Kathedrale in der Sonne und als sie unterging, machten wir uns noch auf einen Bummel durch die Geschäfte und Weihnachtsmärkte. Es gibt auch wieder eine Eisbahn an der Plaça Espagna. Klimatechnisch natürlich ein Wahnsinn, aber für die Kinder und Jugendlichen ein Mordsspaß. Am Ende noch ein toller Tag, der so fies und verregnet begonnen hatte.

Am 04.01. lachte die Sonne schon früh am morgen und so beschlossen wir, mal in den Nordosten der Insel zu fahren. Das ist eine ziemliche Entfernung, je nach dem, wo man lang fährt 70-90 km. Wir sind also zuerst nach Cala Rajada gefahren. Man kann dort wunderbar und recht weit Wege an der Küste lang laufen, natürlich auch durch den Hafen und über die Mole. Ansonsten ist die Ostküste für uns nicht so attraktiv, weil ja viele Strände in Buchten liegen und  die Wege, für uns dann schnell gegangen sind. Am liebsten ist uns deshalb immer wieder die Südküste zwischen Porto Pi und El Arenal. Auf dem Weg zurück kreisten wir dann noch Capdepera, wo es uns aber viel zu steil war, um auszusteigen und dann noch durch Artà, jetzt dämmerte es aber auch schon bald, so dass ich nur noch schnell einige Fotos machte, bevor wir uns auf den doch recht weiten Heimweg machten. 

Am 05.01. kommen ja die heiligen 3 Könige im Hafen von Palma an. Dann gibt es immer einen tollen Festumzug und es werden Kamelle geworfen, wie bei uns im Karneval. Wir sind also am nachmittag nach Palma gefahren und haben uns schon mal einen guten Parkplatz gesichert (wenn wir schon kein Handtuch auf eine Liege legen müssen, so sichern wir uns dann wenigstens mal einen Parkplatz….) wir machten einen schönen Spaziergang am Paseo maritimo lang, durch den Real Club Nautico,  den königlichen Segelclub. Einmal kann man hier unheimlich schön über Bootsanleger laufen, zum anderen gibt es hier aber eine Rollstuhltoilette. Wir wissen zwar nicht, ob es hier so viele rollstuhlfahrende Segler gibt, aber das kann uns ja egal sein, wir sind froh um diese Toilette.  Bei Sonnenuntergang gingen wir dann und sicherten uns einen guten Platz am Weg des Festumzuges. Mit einem kleinen Feuerwerk beginnt das Spektakel. Vorher hatten wir die Festwagen schon im Hafen aufgestellt gesehen. Die Feuerwehr beteiligt sich auch immer mit einigen Fahrzeugen. In dem Augenblick, wenn die Böller losknallen geht ein Jubel durch die Zuschauer, der ist unglaublich. Vorweg gehen die Riesenfiguren, die sonst im Rathaus von Palma zu sehen sind. Dann ist es wie bei jedem guten Karnelvalsumzug, es folgen Fußgruppen, Musikkapellen und Festwagen in schöner Reihenfolge. Es werden Bonbons geworfen und die Kinder sammeln sie in ihre Tüten wie wir es von zuhause her auch kennen.

Sonntags fuhren wir dann, uns gelüstete es mal wieder nach Markt, nach Sa Pobla, wo ebenfalls ein Sonntagsmarkt abgehalten wird. Wir bummelten rum, kauften einige Kleinigkeiten und genossen einfach die Atmosphäre eines spanischen Marktes. Da wir nun schon auf dem halben Weg nach Port Alcudia waren, fuhren wir nach dem Marktbesuch dorthin und liefen dort über Molen und durch den Hafen und die Uferpromenade lang. Nach Sonnenuntergang fuhren wir zurück und machten  es uns im Apartment gemütlich.

Unsere letzten beiden Urlaubstage verbrachten wir an der Südküste, wollten wir doch keinen Sonnenstrahl verpassen. Und so liefen wir wieder dort entlang, saßen in der Sonne und genossen die letzten Stunden auf der Insel.
Am 09.01. hatte die Herrlichkeit dann für dieses Mal ein Ende und wir flogen um 15:00 Uhr zurück ins feuchtkalte Düsseldorf. Derzeit liegt Schnee in Wuppertal und es ist fies kalt. Wir erinnern uns jetzt gerne an die schönen Stunden in der spanischen Sonne und freuen uns schon riesig auf das Frühjahr, wenn dann hoffentlich bald die Campingsaison wieder startet. Wir können es kaum erwarten.
Es fand sich dann auch ein kluger Mensch (hier noch mal mein Dank dafür), der es schaffte unser notebook wieder so herzustellen, dass w-lan wieder funktioniert.

So, das war es mal wieder von uns, beste Grüße von DuC